Newsticker

Kultusministerium: Mehr als 8800 Schüler sind in Bayern wegen Corona in Quarantäne

02.07.2010

Ein Hort des Friedens

Der Zelebrationsaltar, auch Volksaltar genannt, hat in den katholischen Kirchen nach dem II. Vatikanischen Konzil seinen Platz im Altarraum gefunden. Der Priester ist der Gemeinde zugewandt. In Vöhringen besteht dieser Altartisch seit 30 Jahren. Fotos: ub
2 Bilder
Der Zelebrationsaltar, auch Volksaltar genannt, hat in den katholischen Kirchen nach dem II. Vatikanischen Konzil seinen Platz im Altarraum gefunden. Der Priester ist der Gemeinde zugewandt. In Vöhringen besteht dieser Altartisch seit 30 Jahren. Fotos: ub

Vöhringen Vor 30 Jahren, am 19. Juli 1980, wurde die Vöhringer Pfarrkirche St. Michael nach einer gründlichen Renovierung feierlich wieder eröffnet. Dazu hatte sich ein hoher Gast aus Augsburg eingefunden - Diözesanbischof Dr. Josef Stimpfle. Er weihte den neuen Volksaltar, ein Werk von Hans Wachter aus Kempten, der als renommierter Künstler in Schwaben gilt.

Für die Gemeinde immer etwas ganz Besonderes

Eine Altarweihe ist für eine Gemeinde immer etwas ganz Besonderes. Das Werk des Kemptener Künstlers ist ein schlichter, aber äußerst eindrucksvoller Altar. Auf seiner Rückseite ist zu lesen: "Nach der Kommunion sind die heiligen Hostien in uns wie die Glieder einer Kette, die uns alle mit Christus und untereinander verbindet." Um den Altar verläuft ebenfalls eine Kette. Sie symbolisiert markant die Gemeinschaft der Pfarrgemeinde, die sich um diesen Altar schart. So wird der Volksaltar zum Ort der inneren Heimat in der Mensch-Gottes-Gemeinschaft. Und da sich Menschen manchmal schwer miteinander tun, ist der Altar, so sieht es die Kirche realistisch, auch ein Ort des Friedens. Vom Altar her und von der Eucharistie baut sich eine Gemeinde auf und sie empfängt neue Kraft.

Es entspricht einer alten Tradition der Kirche, dass in den Zelebrationsaltar Reliquien eingelegt werden. Zur Altarweihe hatte Bischof Stimpfle Reliquien der Märtyrer von Uganda/Afrika mitgebracht, ebenso vom heiligen Johannes Don Bosco (Turin/Italien) und von der heiligen Therese von Lisieux/Frankreich. Sie stehen für das Seelsorgeprogramm in der Michaelspfarrei, so wollte es der damalige Pfarrer Josef Hochenauer. Vöhringen ist eine Arbeiterpfarrei und Theresa von Lisieux ist eine Glaubenslehrerin und Patronin der Arbeiterschaft. Don Bosco ist bekannt für Glaubensfreude und seinen Einsatz für die Jugend und die Märtyrer von Uganda, die Ende des 19. Jahrhunderts unter grausamen Umständen sterben mussten, sind ein Aufruf, über Europa hinauszuschauen und der Weltkirche zu dienen.

Auch Pfarrer Michael Menzinger gedenkt der Altarweihe im neuen Pfarrboten. "Möge immer der Altar die Kraftquelle für alle Teilnehmer der heiligen Messe sein, wie es im Lied heißt: Wir schreiten in die Welt hinein als Deine Jünger Schar. Uns führet Deine Gnad' allein der Segen zum Altar."

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren