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Babenhausen

31.12.2017

Ein Jahr der großen Projekte

Eines der größten Projekte in Babenhausen war die Generalsanierung der Mittel- und Realschule. Für knapp 22 Millionen Euro wurde das Schulzentrum umgebaut. Im Mai dieses Jahres wurde es eingeweiht.
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Eines der größten Projekte in Babenhausen war die Generalsanierung der Mittel- und Realschule. Für knapp 22 Millionen Euro wurde das Schulzentrum umgebaut. Im Mai dieses Jahres wurde es eingeweiht.
Bild: Felicitas Macketanz

Bürgermeister Otto Göppel blickt auf das Jahr 2017 zurück. Welche Maßnahmen ergriffen, welche Vorhaben umgesetzt wurden – und wo es 2018 vorwärtsgehen soll

Im Jahr 2017 habe die Marktgemeinde Babenhausen vieles erreicht – doch auch im kommenden Jahr werden große Aufgaben auf die Kommune zukommen. Mit diesen Worten blickte Bürgermeister Otto Göppel in einer Sitzung des Marktrats auf das Jahr zurück. Neben Projekten, die 2017 geplant, umgesetzt oder abgeschlossen wurden, hatte der Rathauschef auch den Haushalt der Gemeinde im Blick.

Was die Finanzen betreffe, so Göppel, sei 2017 „keine weitere Neuverschuldung eingetreten“ – und das „trotz des Ausfalls bestimmter bislang da gewesener Steuereinnahmen“. Als sehr gut bezeichnete er das Steueraufkommen. So flossen an die Gemeinde aus der Grundsteuer A und B insgesamt 672000 Euro, die Gewerbesteuer brachte 3,8 Millionen Euro ein und der Gemeindeanteil an der Einkommen- und Umsatzsteuer lag bei 2,47 Millionen Euro. Somit bleibe ein „Spielraum, um die gemeindlichen Einrichtungen zu unterhalten und Investitionen anzugehen“.

Eine der größten Investitionen des Marktes war die Generalsanierung der Mittel- und Realschule, die in diesem Jahr abgeschlossen wurde. Die Kosten beliefen sich auf knapp 22 Millionen Euro. Im Mai fand die Einweihung des erweiterten und vollständig sanierten Gebäudes statt.

Im April hatten Vertreter des Marktrats und der Klosterbeurer Vereine dann an einer Klausurtagung in Thierhaupten teilgenommen, um für den Bau eines Dorfgemeinschaftshauses in Klosterbeuren die Möglichkeiten eines Zuschusses auszuloten. Wie berichtet, ist das Klosterbeurer Schützenheim in einem sanierungsbedürftigen Zustand und auch der Musikverein benötigt mehr Platz. Hinzu kommt laut Göppel, dass es in absehbarer Zeit in Klosterbeuren wohl keine Gaststätte mehr geben werde. Um zu Beginn des kommenden Jahres den Planungsauftrag vergeben zu können, werden derzeit Angebote eingeholt. Die Gemeinde könne so am Bewerbungsverfahren für den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raum – kurz Eler – teilnehmen.

Bereits vergeben ist, so Göppel weiter, der Planungsauftrag für die Sanierungs- und Neubaumaßnahmen in der Rechbergstraße und im Wiesmühlweg. Dort müssen die Straße und die Mühlbachbrücke sowie die alten Wasserleitungen erneuert werden.

Im Baugebiet „Weinrieder Feld“ wurden beinahe alle Bauplätze verkauft. Jetzt gelte es zu überlegen, wo weitere Wohnbauflächen in Babenhausen und Klosterbeuren ausgewiesen werden können, sagte der Bürgermeister.

Für die Erweiterung des Gewerbegebiets „Schöneggweg“ wurde ein Umlegungsverfahren gestartet, welches das Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in Memmingen durchführt. Neben den Grundstücken für die geplante Erweiterung des Gewerbegebiets soll auch der westlich angrenzende Bereich, in dem später die Umgehungsstraße gebaut wird, in das Umlegungsverfahren einbezogen werden. Die Gemeinde habe dabei die Erfahrung gemacht, dass es „zunehmend schwieriger wird, Grundstücke zu vernünftigen Preisen zu erwerben“.

Bei der Wasserversorgung müsse dringend die Ausweisung eines neuen Wasserschutzgebiets beantragt werden. Entsprechende Vorarbeiten wurden durch ein Planungsbüro bereits geleistet. Es handelt sich um ein gemeinsames Schutzgebiet mit der Gemeinde Oberschönegg, da in Weinried die Tiefbrunnen der beiden Gemeinden direkt nebeneinanderliegen.

Auch kulturell war heuer einiges geboten. Bei den Kulturtagen unter dem Motto „Kultur rund ums Schloss“ traten einheimische und auswärtige Künstler auf und boten den zahlreichen Besuchern ein anspruchsvolles Programm aus Musik, Kabarett und Theater.

An dieser „kurzen und keinesfalls vollständigen Aufzählung“ könne abgelesen werden, „dass eine Fülle von Arbeit hinter uns liegt, aber auch noch auf uns wartet“, so Göppel zusammenfassend. 16 Mal war der Marktrat in diesem Jahr zusammengekommen. Zähle man die Sitzungen des Bauausschusses, des Haupt- und Finanzausschusses, der Zweckverbände, Fraktionssitzungen, Ortstermine und weitere Besprechungen dazu, werde deutlich, dass „auch dieses Jahr wiederum eine Menge an Aufgaben zu erledigen war“.

Dankesworte sprach der Bürgermeister in Richtung der vielen Menschen, die sich ehrenamtlich in der Gemeinde engagieren. „Mit einem hohen Maß an Verantwortungsbewusstsein, mit vielen guten Ideen und ohne Entgelt gehen sie in ihrer Freizeit ihrer selbst gewählten Verpflichtung nach“, so Göppel. Stellvertretender Bürgermeister Dieter Miller würdigte vor allem das Engagement von Bürgermeister Otto Göppel, der auch maßgeblich dafür gesorgt habe, dass es im Marktrat eine gute Zusammenarbeit und ein konstruktives Miteinander gebe.

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