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Zaiertshofen

07.07.2020

Ein Neustart für die Kunst in Zaiertshofen

Laudator Heinrich Lindenmayr (links) konnte zahlreiche Gäste bei der Ausstellungseröffnung in Zaiertshofen begrüßen. Neben ihm stehen (von links) die Künstler Gabriele Förster, Ute Etzelsperger, Margit Claß und Galerist Joachim Herzer.
Bild: C. Bader

Plus Die Galerie „KunstUnkunst“ war drei Monate wegen des Coronavirus geschlossen. Eine Ausstellung mit Werken von vier Künstlern füllt die Räume wieder mit Farbe.

Drei Monate lang war es ruhig in der Galerie „KunstUnkunst“. Wegen des Corona-Lockdowns musste der beliebte Treffpunkt von Kunstschaffenden und -freunden in Zaiertshofen wochenweise geschlossen bleiben. Jetzt zaubert eine neue Ausstellung wieder Leben, Farbe und Vitalität in die drei Räumlichkeiten.

Die Vernissage der vier Künstler war gut besucht

Mit einer Auswahl ihrer Werke haben Gabriela Förster, Margit Claß und Ute Etzelsperger am Sonntag einen kleinen Einblick in ihr künstlerisches Schaffen gegeben. Galerist Joachim Herzer bereichert das vielfältige Spektrum mit einfallsreichen Holzarbeiten. „Kunst ist kommunikativ, ein Stück Gesellschaft“, stellte Heinrich Lindenmayr bei der Eröffnung der gut besuchten Vernissage fest. Diese Ausstellung sei ein wunderbarer Neustart in die Kunst. Gleichzeitig gelinge es den vier Künstlern, mit ihren facettenreichen Werken ein Stück Gemeinschaftsgefühl zu schaffen.

Mit intensiv leuchtenden Mohnblumen, Gladiolen und Iris, aber auch anderen ausdrucksstarken Bildern, zum Beispiel von Hahn und Henne, setzt Ute Etzelsperger aus dem Neu-Ulmer Stadtteil Finningen effektvolle Farbtupfer, die Vitalität versprühen. Ein in kräftige Kolorierungen eingebetteter, nachdenklich wirkender Frauenkopf lädt ein, eigenen Gedanken nachzuhängen.

Die Motive sind nachdenklich, witzig oder regen zum Nachdenken an

Geradezu witzig sehen die bunte „Bollen“ aus, die Gabriela Förster aus Straß auf weißes Papier gekleckst hat. Eine auf den Kopf gestellte Frau mit lachendem Gesicht, bunte Blumen, ein leuchtend roter Fliegenpilz sowie weitere witzige Details vermitteln Heiterkeit. Zwei heiter blickende Dreiecksgesichter mit der Unterschrift „Lesen ist Denken mit fremdem Gehirn“ regen zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken an.

Als wirkungsvollen Kontrast steuert die in Illerrieden beheimatete Künstlerin Margit Claß mit verschiedenen Stillleben warme Farben bei. Satte Weintrauben, Kürbisse und anderes Gemüse lassen die Gedanken des Betrachters zu Spätsommer und Erntezeit schweifen.

Joachim Herzer hat besondere Skulpturen entwickelt

Effektvoll zwischen farbenprächtigen und eher dezent gehaltenen Exponaten hat Joachim Herzer einige neue Skulpturen platziert. Bewundernswert, wie er immer wieder andere Ideen entwickelt und sorgfältig ausarbeitet. Dazu zählen zum Beispiel zwei ineinander verschlungene Hölzer, eines bearbeitet und eines nicht. Der Titel „tolerant“ könne zum Beispiel symbolisieren, dass sich auch zwei völlig verschiedene Menschen vertragen können, verdeutlichte Laudator Heinrich Lindenmayr.

Die neue Ausstellung in der Galerie „KunstUnkunst“ in Zaiertshofen kann jeweils sonntags in der Zeit von 14 bis 18 Uhr besichtigt werden. Sitzgelegenheiten laden die Besucher zum Schwätzen und Philosophieren ein.

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