Illertissen

05.10.2015

Ein Segen für den Hund

Beim Tiersegnungsgottesdienst am Sonntag in Illertissen legte Pater Franz Maurer aus Weißenhorn Tieren die Hand auf. Gesegnet wurden nicht nur Hunde.
Bild: Zita Schmid

Beim Tiersegnungsgottesdienst legte Pater Franz Maurer aus Weißenhorn jedem Tier die Hand auf. Nicht nur bellende Vierbeiner kamen dabei in den Genuss von Gottes Segen.

Wenn der Regen von oben als Weihwasser durchgegangen wäre, hätte es an diesem Vormittag mehr als genug davon gegeben. Denn während des Tiersegnungsgottesdienstes, zu dem der Schäferhundeverein Illertissen am Sonntag eingeladen hatte, regnete es in Strömen. Pater Franz Maurer, der die Andacht zelebrierte, nahm das gelassen. Das Wetter sei eben herbstlich, sagte der Clarentinerpater aus Weißenhorn.

Auch das Hundegebell, das den Open-Air-Gottesdienst begleitete, störte ihn keinesfalls. „Die Hunde sollen ruhig mitreden, das macht nichts“, sagte er. Der Pater wurde in einer Ponykutsche in das Vereinsgelände eingefahren. Diese war mit Herbstblumen liebevoll geschmückt, ebenso wie Altar und Kreuz.

Der Pater sowie die Jagdhornbläser aus Neu-Ulm/Süd, die den Gottesdienst mit einem „Morgengruss“ festlich begangen, standen geschützt unter einem Zelt. Alles andere war dem Regen preisgegeben. Dennoch waren viele Besucher mit ihren Tieren zum Gottesdienst gekommen, um diese segnen zu lassen. „Es geht um Gottes Segen, den wir alle brauchen“, meinte Pater Franz, der jedem Tier, hauptsächlich Hunden, aber auch Schildkröten, einzeln die Hand auflegte.

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Der 4. Oktober ist in der katholischen Kirche auch dem Heiligen Franz von Assisi geweiht. Dieser sei ein besonderer Tierfreund gewesen, der etwa auch den Vögeln predigte, erinnerte der Pater an den Schutzpatron der Tiere, der im 12. Jahrhundert in Italien lebte.

Illertissens Dritter Bürgermeister Wolfgang Ostermann lobte die Verdienste des Schäferhundevereins und meinte: „Für ihre viele Arbeit hätten sie wirklich besseres Wetter verdient.“

Auch nach dem Gottesdienst trotzten die Hundefreunde dem Wetter. Etwa mit Gehorsamsübungen oder Vorführungen am Hindernisparcours gaben Mitglieder einen interessanten Einblick in die Bandbreite ihres Ausbildungs-und Vereinsangebots. (zisc)

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