1. Startseite
  2. Lokales (Illertissen)
  3. Ein Untereicher Mechatroniker steht vor der Kamera

Untereichen

12.09.2019

Ein Untereicher Mechatroniker steht vor der Kamera

Copy%20of%20IMG_7246.tif
3 Bilder
Andreas Brugger (links) aus Untereichen macht gerade eine Ausbildung zum Landmaschinenmechatroniker. Ein Fernsehteam begleitet ihn für einen Beitrag zum Thema Jugend und Klima mehrere Tage mit der Kamera.
Bild: Franziska Wolfinger

Ein Fernsehteam filmt den Auszubildenden Andreas Brugger für einen Beitrag über Jugend und Klima. Warum "Fridays for Future" nichts für ihn ist.

Andreas Brugger steckt gerade mitten in seiner Ausbildung zum Landmaschinenmechatroniker. Dass der 19-jährige Untereicher dabei nicht nur einiges über PS-starke Motoren und moderne Fahrzeugtechnik lernt, sondern auch noch zum Medienprofi wird, damit hat er wohl selbst nicht gerechnet. Doch mittlerweile bewegt er sich routiniert vor der Fernsehkamera; er weiß, wo er sich hinstellen muss, wohin der Blick gehen sollte und wie er sich am besten ausdrückt. Mehrere Tage lang begleitet ihn ein Drehteam, das an einem Beitrag für das ZDF arbeitet.

Das Thema der Reportage, die im Rahmen der Sendung 37 Grad ausgestrahlt wird, lautet „Nur die eine Welt – Jugendliche protestieren“. Produzentin Tine Kugler war dafür auf der Suche nach drei Protagonisten. Mit dabei ist natürlich auch eine junge Aktivistin der Fridays for Future-Bewegung sowie ein 14-jähriger, der ebenfalls freitags demonstrieren geht und selbst kleine Filme zum Thema Klima dreht. Andreas Brugger dagegen nimmt nicht an Streiks für das Klima teil. Er befürwortet die Bewegung zwar und sagt: „Es ist schon wichtig, dass die Politik das zu hören kriegt.“

Andreas Brugger aus Untereichen belegt Energieeffizienzkurs

Doch er selbst wählt lieber einen praktischen Ansatz. In der Berufsschule belegt er einen freiwilligen Energieeffizienzkurs, über den das Drehteam erst auf ihn aufmerksam wurde. Produzentin Kugler hatte den Lehrer kontaktiert, der wiederum hatte unter den Schülern nach einem Freiwilligen gesucht und in Brugger einen geeigneten Kandidaten gefunden. In dem Kurs beschäftigen sich die Berufsschüler damit, wie sie in ihrem Umfeld Energie sparen können, um so den CO2-Ausstoß zu verringern und das Klima schützen.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Dank seiner Ausbildung weiß Brugger zum Beispiel, wie man manche Maschinen optimieren kann. Schon als kleiner Bub interessierte sich Brugger für Landwirtschaft, kam regelmäßig zum Zankerhof in Untereichen um dort mitzuhelfen und hat sich über die Jahre zu einem wertvollen Mitarbeiter entwickelt. Seine Tipps zur Optimierung der Maschinen und zum Energiesparen nimmt Juniorchef Johannes Zanker gerne an. Das interessierte auch das Fernsehteam, das sich ein Bild von allen Lebensbereichen des 19-Jährigen machen will. So haben sie auch einige Stunden auf dem Hof der Zankers gedreht.

Anstrengende Dreharbeiten: Hier entsteht eine kurze Szene, die zeigt, wie Brugger über den Hof läuft.
Bild: Franziska Wolfinger

Untereicher Jugendliche diskutieren in ihrem Bauwagen über das Klima

Außerdem war die Kamera dabei, als die Untereicher Jugendlichen in ihrem Bauwagen über das Thema Klima diskutierten. Trotz Kamera hätten die Jugendlichen das gesagt, was sie wirklich denken, versichert Brugger. Weitere Drehtermine standen schon bei der Freiwilligen Feuerwehr an, in der sich Brugger ehrenamtlich engagiert und im Ausbildungsbetrieb des 19-Jährigen, bei Landmaschinen Mayer in Unterroth. Gedreht werden soll außerdem noch in der Berufsschule und bei der Wasserwacht, wo Brugger ebenfalls Mitglied ist.

Bisher haben alle aus Bruggers Umfeld gerne bei den Dreharbeiten mitgemacht und ihn sogar unterstützt, indem sie beispielsweise beim Aufräumen geholfen haben. Ob Zankerhof, Untereicher Bauwagen oder der Ausbildungsbetrieb – jeder Drehort wurde kamerafein gemacht. Die Aufwandsentschädigung, die der angehende Landmaschinenmechatroniker von der Produktionsfirma bekommt, werde er wohl in eine Brotzeit für die fleißigen Aufräumhelfer investieren, kündigt Brugger an. Vielleicht wird es auch ein kleines Public Viewing in Untereichen geben, wenn die Reportage dann zum ersten Mal im Fernsehen läuft.

Noch hat Brugger keine Ausschnitte aus dem Filmmaterial zu sehen bekommen. Ein bisschen nervös sei er deshalb schon vor der Ausstrahlung. „Ich bin schon gespannt, was alles im fertigen Beitrag landet und wie das dann alles rüberkommt“, sagt der 19-Jährige, dem man seine schwäbische Herkunft eigentlich schon anhört. „Mal schauen, ob es mit Untertiteln läuft“. sagt er noch und lacht. Stören würde ihn das nicht.

Sendung: Voraussichtlich wird der Beitrag der ZDF-Reihe 37 Grad unter dem Titel „Nur die eine Welt! – Jugendliche protestieren“ am 15. Oktober gezeigt. Die Sendung beginnt um 22.15 Uhr.

Ärger um Zinsen: Zahlen Altenstadter zu hohe Gebühren? Mehr zu dem Thema lesen Sie hier:

Ärger um Zinsen: Zahlen Altenstadter zu hohe Gebühren?

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren