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Fasching

17.02.2015

Ein märchenhafter Nachmittag

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Warum es beim Auer Kaffekränzchen diesmal Sekt gab – und wer zahlen musste

Als Märchenlandschaft zeigte sich die Bühne im Veranstaltungsraum des traditionellen närrischen Kaffeekränzchens der Chorgemeinschaft Au. Die Vorsitzende Margitta Häussler als böse Fee kokettierte damit, dass 200 Leute keine Eintrittskarte bekommen hätten. Auf die Idee, deswegen in den Verein einzutreten, kämen die sparsamen Schwaben aber nicht.

Die Fee begrüßte Bürgermeister Jürgen Eisen und die anwesenden Stadträte einzeln. Von allen Angesprochenen hatte sie eine lustige Anekdote parat und alle bekamen auf humorvolle Weise ihr Fett ab. Mit „Marmor, Stein und Eisen bricht“ spielte sie auf die „Liebes- und Treueschwüre“ der schwarz-roten Koalition in Illertissen an. Dass der Bürgermeister in der Illertisser Bürgerversammlung Sektflaschen für die Zuhörer verloste, das sei bei den immer gut besuchten Versammlungen in Au nicht nötig. Plötzlich verteilten die Servicedamen Sekt an das Publikum. Dies sei der Gewinn für Au und „den Sekt für die Auer zahlt heute der Eisen.“

Christoph Häußler präsentierte sich anschließend auch musikalisch als Märchenprinz. Ein lustiges Quiz im Stile von „Wer wird Millionär“ spielte dann Noah Friedrich als Jünther Gauch mit einer schwierigen und ungeduldigen Kandidatin, der bösen Königin (Heike Häußler-Paul). Nachdem sie zunächst noch ein paarmal richtig beantwortet hatte, scheiterte sie an der Frage nach „der Schönsten im Land“, weil sie den falschen Publikumsjoker genommen hatte. Der Spiegel hätte die richtige Antwort „Schneewittchen“ natürlich gewusst.

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Sabine Saumweber erzählte von ihren Erlebnissen als Bäckereifachverkäuferin. Köstlich war ihr Bericht über einen nicht sehr schlauen Türsteher, der die Bäckerei mit seinem Arbeitsplatz vor der Disco verwechselte und die potenziellen Kunden mit dem Satz „Du darfst hier nicht rein!“ verunsicherte. Damen der Chorgemeinschaft beklagten sich über die Rücksichtslosigkeit der Männer mit dem umgedichteten Kinderlied „Was müssen das für Männer sein, die wie die großen Elefanten durchs Leben gehen und die Frauen wegstoßen.“

Die Zweite Bürgermeisterin Gaby Weikmann-Kristen beklagte sich als Putzfrau über den immer wieder im Stadtrat angesprochenen demografischen Wandel. „Aber doch it in Au!“, sagte sie. Sie freute sich, dass die Kinderkrippe voll sei. Dann sprach sie die Schwierigkeiten beim Putzen der sanitären Anlagen im Auer Rathaus an. Diese sind aus dem Jahr 1964 und quasi „antik“. Auch der Boden im Vereinsheim und die Heizungsanlagen im Proberaum und im Schützenkeller kamen zur Sprache. Zu Versammlungen in diese Räume schicke der Bürgermeister immer seine Stellvertreterin, weil diese besser ausgepolstert sei.

Den Abschluss bildete ein Sketch mit der Ärztin Gudrun Doll und den Patientinnen Karin Fitzer, Marlies Hartmann, Katja Schwarz und Wilma Vogel. Diese litten alle unter nervösen Ticks und suchten Erlösung bei der Wundermaschine des Arztes. Tatsächlich verloren fast alle ihre Beschwerden. Leider gingen diese alle auf eine Patientin über, die nun mehrere Ticks auf einmal hatte. Als nun eine schwangere Frau die Hand in das Gerät steckte, ergriff das bisherige Opfer blitzartig die Flucht mit den Worten „Das Kind krieg ich nicht auch noch!“

Das Kaffeekränzchen mit dem etwa dreistündigen grandiosen Programm war wieder rundum gelungen. Viele wollen wieder kommen – falls sie Karten bekommen.

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