1. Startseite
  2. Lokales (Illertissen)
  3. Einbrecher erbeuten Geld, Schmuck und Tresor

Illerrieden/Illerkirchberg

16.01.2013

Einbrecher erbeuten Geld, Schmuck und Tresor

Nach drei Wohnungseinbrüchen in der Dämmerung gibt die Polizei Tipps gegen Ganoven.
Bild: dpa/geb/fdt/rho

Täter im baden-württembergischen Illertal aktiv. Tipps zur Vorbeugung

Drei Einbrüche haben Unbekannte am Dienstag im baden-württembergischen Illertal verübt. Betroffen waren Wohnhäuser in Illerrieden und Illerkirchberg, deren Bewohner weg waren. Die Täter entkamen mit Geld, Schmuck und einem kleinen Tresor im Gesamtwert von wenigen Tausend Euro.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

In Oberkirchberg hebelte ein Unbekannter ein Fenster auf, um in eine Wohnung an der Goethestraße zu gelangen. Das Fenster war offenbar nur unzureichend gesichert. Aus verschiedenen Räumen stahl er zwischen 8.30 und 19.30 Uhr Geld sowie Halsketten, Armreife und eine Uhr. Das Polizeirevier Ulm-West, Telefon 0731/188-3812, sicherte am Tatort Spuren.

Gleich zweimal war am selben Tag der Illerriedener Teilort Wangen von einer solchen Straftat betroffen, wo offenbar ebenfalls effektive Sicherungen fehlten. Im Kreutweg wuchtete ein Einbrecher die Terrassentür eines Einfamilienhauses auf. Auf der Suche nach Stehlenswertem öffnete er in den Zimmern zahlreiche Schränke und Schubladen. Der Dieb raffte Ringe und eine Halskette zusammen, mit denen er das Haus verließ. Weit dürfte er nicht gegangen sein, denn auch ein Haus in der in der Nachbarschaft wurde Ziel eines Einbruchs. Am Ziegelstadel hebelte ein Unbekannter ebenfalls eine Terrassentür auf, um in ein Einfamilienhaus zu kommen. Auf der Suche nach Beute entdeckte er einen kleinen Tresor, in dem sich vor allem Dokumente befanden. Den schaffte der Täter komplett weg. Der Polizeiposten Dietenheim, Telefon 07347/95 88 070, ermittelt wegen besonders schweren Diebstahls.

Einbrecher erbeuten Geld, Schmuck und Tresor

Den Bewohnern bleibt nicht nur der Ärger und der Schaden, sondern auch das ungute Gefühl, das Einbruchsopfer oft lange Zeit quält, informiert Rainer Durst von der Polizeidirektion Ulm. Die Tatsache, dass ein Fremder in der Wohnung war, verunsichert und belastet. Den Opfern bietet die Polizei in geeigneten Fällen Kontakt mit Opferhilfseinrichtungen wie etwa dem Weißen Ring an. Denjenigen, die noch nicht Opfer wurden, wird dringend empfohlen, Wohnung und Eigentum zu sichern.

Die Statistik der Einbrüche der Ulmer Direktion weist eine eindeutige Entwicklung aus: Zwischen Oktober und März, also in den „dunklen Monaten“, liegt die Zahl der Diebstähle aus Wohnungen auf hohem Niveau, zum Teil sogar dreifach so hoch wie in den anderen Monaten. Die Gesamtzahl der Einbrüche in Wohnungen pro Jahr steigt seit 2007 fast ständig, auch im vergangenen Jahr. Jede Woche verzeichnet die Polizei im Jahresdurchschnitt fünf Wohnungseinbrüche allein in Ulm und im Alb-Donau-Kreis. In den dunklen Monaten ist es im Schnitt etwa einer pro Tag. Die Täter nutzen hier den Umstand, dass die Dunkelheit früher kommt oder länger dauert. Es ist dann schon oder noch dunkel, wenn die Hausbewohner zur Arbeit, zur Schule oder beim Einkauf sind. Im Schutz der Dunkelheit können die Diebe nicht nur unbehelligt einbrechen, sondern nach der Tat auch ungesehen flüchten.

Es lohnt sich, die Tipps und Erfahrungen der Polizei zu nutzen, wie man sich gegen Einbruch und Diebstahl schützen kann. Die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle (Telefon 0731/188-1818 in Ulm oder 0731/8013-289 bei der Kriminalpolizei Neu-Ulm), informiert kostenlos, unabhängig, produktneutral und kompetent darüber, welche Sicherungen am Haus sinnvoll sind. Im Internet lohnt ein Besuch der Seite www.k-einbruch.de.

Die Polizei empfiehlt außerdem, das Eigentum zu kennzeichnen. Dazu bietet die Polizei unter www.polizei-bw-ein.de die Möglichkeit, sich eine persönliche Identifikationsnummer zu schaffen, die der Polizei hilft, Gegenstände zuzuordnen. Denn oft stellt sie im Rahmen der Ermittlungen Diebesgut sicher und kann keinen rechtmäßigen Eigentümer ermitteln. Unter www.k-einbruch.de bietet die Polizei zur Ergänzung eine Wertgegenstandsliste. Darauf lassen sich Wertgegenstände festhalten. Und zwar so, wie die Polizei es für die Ermittlungen benötigt. Für Fahrräder bietet sie außerdem die Fahrradpass-App für Smartphones (siehe www.polizei-beratung.de). Wer sein Eigentum markiert und beschreibt macht es für Einbrecher schwer, die gestohlenen Dinge zu Geld zu machen. (az/wk)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren