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Illertissen

15.07.2019

Eine Opernstimme begeistert die Illertisser

Sängerin Christa Mayer und Stefan Wolitz am Piano begeisterten in der Illertisser Schranne etliche Zuhörer.
Bild: Zita Schmid

Mezzosopranistin Christa Mayer zieht die Zuhörer in der Schranne in ihren Bann.

Begeisterung und Bewunderung waren der Mezzosopranistin Christa Mayer an diesem Abend in der Illertisser Schranne gewiss. Das zeigte nicht nur der lange Applaus sowie die Bravo-Rufe am Ende des Konzerts. Sätze voller Hochachtung wie: „Das ist eine Stimme!“ waren schon in der Pause von den Besuchern im Gespräch zu hören. Musikalisch ging es auch hier zu: „Live im Sperrbezirk“: So war der Auftakt zwischen Bimmelbahn und Rock‘n‘Roll

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Mayer, die bei den Bayreuther Festspielen 2015 als „Entdeckung des Jahres“ gefeiert wurde, dort jedes Jahr auftritt und unter anderem auch in Salzburg und in der Dresdner Semperoper mit ihrer Gesangskunst glänzt, hatte nun auch die Bühne der Illertisser Schranne erobert. Der Freundeskreis Kultur im Schloss, der sich zum Ziel gemacht hat, national und international bekannte Künstler unter anderem von der Kammermusik in die Vöhlinstadt zu holen, setzte mit Mayer und ihrem Begleiter am Klavier, Stefan Wolitz, einmal mehr einen weiteren Höhepunkt in ihrer kulturellen Veranstaltungsreihe.

Opernsängerin mit samtweicher Stimme in der Schranne

„Freuen Sie sich auf einen wunderbaren Liederabend“, hatte Fritz Unglert schon zu Beginn den Gästen in den vollen Zuhörerreihen versprochen. Er sollte recht behalten. Komponisten, die die Musikepoche der Romantik, teilweise bis in deren Übergang ins Moderne beeinflussten, waren bei dem Konzert, das von der Stadt Illertissen im Rahmen des Iller-Musikfestivals veranstaltet wurde, zu hören. So beispielsweise die sieben Lieder der Zigeunermelodien des tschechischen Komponisten Antonin Dvorak, ausgewählte Werke des Franzosen Henri Duparc und des großen Romantikers Franz Liszt sowie fünf Lieder nach Texten „Des Knaben Wunderhorn“ von Gustav Mahler. Apropos Kultur: Romantische Konzertabende in Babenhausen

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Mayer, der eine „samtene“ Stimme nachgesagt wird, begeisterte nicht nur durch diese. Freude, Temperament, Verliebtheit, Verträumtheit, aber auch Trauer oder Abschiedsschmerz in den Liedern vermittelte sie ausdrucksstark und zog mit ihrer facettenprächtigen Stimme das Publikum in ihren Bann. Fröhlich und vor Lebensfreude sprühend erklang Dvoraks „Reingestimmt die Saiten“ und hingebungsvoll mutete das Werk von Liszt „Oh, quand je dors“ an. Verspielt intonierte sie „Rheinlegendchen“ von Mahler und traurig-schön wurde es mit seinem Werk „Nicht wiedersehen“. Immer an Mayers Seite war der Pianist Stefan Wolitz, der ihren Gesang auf dem Klavier mit gefühlvoll angepasster virtuoser Perfektion begleitete. Zusammen bescherten sie den vielen Musikfreunden ein bewegendes Konzerterlebnis, das nach zwei Zugaben endete.

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