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31.07.2010

Eine späte Belohnung

Ist das nicht auch ein Sommermärchen? Die deutschen Leichtathleten haben sich in den letzten Jahren nicht immer mit Ruhm bekleckert. Ihre Sportart ist mehr und mehr in den Hintergrund gerückt. Keine Chance gegen König Fußball, vor allem nicht in einem Weltmeisterschaftsjahr wie diesem. Und dann das: Verena Sailer besiegt in Barcelona die europäische Frauenelite über 100 Meter und wird Sprintkönigin der EM.

Haben Sie etwa zu Hause vor Donnerstagabend Leichtathletik-Europameisterschaft im Fernsehen geschaut? Wir von der IZ-Lokalredaktion ehrlich gesagt nicht (immerhin gerade noch rechtzeitig zum Endlauf eingeschaltet).

Plötzlich sind Illertissen und Vöhringen wieder eine Hausnummer in der Welt der Leichtathletik. Die junge Frau startet zwar, wie sich das für eine Spitzensportlerin gehört, inzwischen für einen großen Klub in Mannheim und lebt auch schon seit einigen Jahren nicht mehr hier. Aber sie ist in Illertissen geboren, hat beim TSV und später beim benachbarten SC Vöhringen ihre Liebe zur Leichtathletik entdeckt. Und vergessen ist Verena Sailer dort gewiss nicht. Ehemalige Weggefährten und Trainer haben ihr am Donnerstag ganz fest die Daumen gedrückt und an ihren Sieg geglaubt. Sie dürfen sich nun mit ihr freuen, denn ein wenig ist es auch ihr Erfolg. Ob sie das junge Talent nun vom Turnen zur Leichtathletik gebracht oder dann weiterentwickelt haben. Die Freude über den Sieg ihres ehemaligen Schützlings können sie als späte Belohnung ihrer Arbeit sehen. Eigentlich ist es Belohnung für alle, die sich hierzulande um die Jugend kümmern, nicht nur in der Leichtathletik, in allen Vereinen und Organisationen - ob um große und weniger große Talente. Allen Betreuern und Übungsleitern sei gerade jetzt versichert: Wir wissen, was wir an Euch haben.

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