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19.10.2016

Elektronik hält Einzug ins Schützenheim

Neue elektronische Schießstände bei den Pfeilschützen in Bellenberg eröffnet: Unser Bild zeigt (von links) stellvertretenden Gauschützenmeister Roland Bischoff, Dritten Bürgermeister Norbert Frank, Vorsitzende Roswitha Kern, stellvertretenden Landrat Roland Bürzle und Vereinssprecher Wolfgang Riesenberg bei der Besichtigung der 25-Meter-Anlage.
Bild: Armin Schmid

Pfeil Bellenberg gönnt sich zum 110-jährigen Bestehen eine hoch moderne Schießanlage

Gleich zwei Ereignisse feierten die Bellenberger Pfeilschützen bei einem Festabend im Vereinsheim: Einerseits wurde die neue elektronische Schießanlage bei einem Jedermannschießen der Öffentlichkeit vorgestellt, andererseits blickte der SV Pfeil auf sein 110-jähriges Bestehen zurück.

„Wir wollten mit der Anschaffung moderner Schießstände auf dem technischen Stand bleiben und vor allem der Jugend neue Wettkampfmöglichkeiten und das Schießen unter zwölf Jahren mittels Lichtgewehr ermöglichen“, betonte die Vorsitzende Roswitha Kern. Der Kostenaufwand für Umbauarbeiten und die Installation der elektronischen Schießanlage beliefen sich auf 115000 Euro.

Nicht unbeträchtlich war der ehrenamtliche Einsatz. Die Vorsitzende freute sich darüber, dass die Vereinsmitglieder 1500 freiwillige Arbeitsstunden beigesteuert haben. Entstanden sind 20 neue, elektronische Schießstände für Luftdruckwaffen. Dazu kommen noch fünf Stände für Kleinkaliberwaffen. Der 25-Meter-Pistolenstand wurde ebenfalls saniert.

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Die Lage eines jeden Schusses wird nun drahtlos an einen Tablet-PC am Schießstand übertragen. Der Schütze hat somit jederzeit den Überblick über sein Gesamtergebnis und die Lage der einzelnen Treffer. Die Schießanlage ist somit bestens geeignet, um alle Meisterschaften auf Gau-Ebene austragen zu können. Auf vier Lichtgewehrständen ist zudem munitionsloses Schießen möglich. Dies wird Jugendlichen unter zwölf Jahren die Ausübung des Schießsports ermöglichen.

Bestens bewährt hat sich auch die Gründung einer Bogensportabteilung. Roswitha Kern berichtete, dass 20 Neuzugänge in den Verein aufgenommen werden konnten.

Hermann Sturm verlas eine mit Bildern hinterlegte Chronik, die mit der Vereinsgründung im Jahr 1906 durch 17 Idealisten des Schießsports begann. Der Verein trug damals den Namen Zimmerstutzen-Schützenverein Bellenberg. Erster Vorsitzender war Engelbert Aschmer. Einer der Meilensteine der Vereinsgeschichte war der Neubau des Schützenheims Ende der 1970er Jahre. Nach einjähriger Bauzeit konnte das Schützenareal 1979 in Betrieb genommen werden. In die gesamte Fertigstellung des Schießsportzentrums haben die Vereinsmitglieder 15212 Freizeitstunden eingebracht. Der damalige Vorsitzende Norbert Frank hat allein 2000 Arbeitsstunden abgeleistet.

„Die Bellenberger Schützen haben große Leistungen auf den Weg gebracht“, betonte der stellvertretende Landrat Roland Bürzle und meinte, dass die Eröffnung der elektronischen Schießanlage im 110. Vereinsjahr ein weiterer, großer Schritt in eine erfolgreiche Zukunft ist. Vereinssprecher Wolfgang Riesenberg hob die enorme Leistung und engagierte Zusammenarbeit bei den Sanierungsarbeiten und generell zu Wohl der Dorfgemeinschaft hervor.

Dritter Bürgermeister Norbert Frank freute sich über die funktionelle und gelungene Neugestaltung der Schießanlagen und meinte, dass der Zuschuss der Gemeinde nicht besser hätte investiert werden können. (sar)

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