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Musik

10.07.2019

Erst mit Nickelback auf der Bühne - und jetzt bei "Live im Sperrbezirk"

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Die Illertisser Band Firebound während der Weißenhorner Kulturnacht. Auch bei „Live im Sperrbezirk“ werden (von links) Manuel Finck, Bettina Sedelmaier, Mattias Müller und Fabian Ullmann (verdeckt) zu sehen sein.

Plus Die Band Firebound ist über die Region hinaus bekannt – was wohl auch daran liegt, dass ihr Gitarrist schon mit echten Weltstars auf der Bühne stand. Bald ist Gruppe in Illertissen zu sehen.

An einem Juniabend vergangenen Jahres findet sich Manuel Finck plötzlich auf der ganz großen Bühne wieder: Der Weißenhorner darf seine Idole, die Weltstars der Rockband Nickelback, für einen Song in der voll gepackten Münchner Olympiahalle mit der Gitarre begleiten. Fast 10.000 Zuschauer hören ihm bei seinem großen Auftritt zu. Es ist eine spontane Aktion, denn eigentlich ist Finck als Fan in die Landeshauptstadt gekommen. Allerdings mit einem ausgeklügelten Plan im Hinterkopf: Zur rechten Zeit hält er ein gebasteltes Plakat in die Höhe, mit dem er die kanadischen Musiker auffordert, ihn für den Hit „Animals“ auf die Bühne zu holen. „Ich hätte nicht damit gerechnet, dass das tatsächlich hinhaut“, sagt er mehr als ein Jahr später.

Fincks Auftritt mit Nickelback hat sich bei den Zuschauern eingebrannt

Im Rampenlicht sei Finck kaum nervös gewesen – trotz der vielen Zuhörer. Und diesen Eindruck erweckt auch ein Video seines Auftritts auf Facebook: Der 24-Jährige wirkt wie ein alter Hase, animiert das Publikum und harmoniert mit Nickelbacks Frontman Chad Kroeger. Vor so vielen Menschen zu spielen sei aber trotzdem eine ganz spezielle Erfahrung gewesen: „Die Aussicht von da oben war gewaltig.“

Die Rocker seien „locker drauf“ gewesen. Und Fincks Einlage kam hervorragend an: „Ihr Tourmanager ist zu mir gekommen und hat gesagt, dass ihm und der Band der Auftritt sehr gut gefallen hat“, erzählt Finck. Auch heute werde er – vor allem von anderen Musikern – immer wieder auf jenen Abend im Juni 2018 angesprochen.

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Im Juni vergangenen Jahres spielte Firebound-Gitarrist Manuel Finck in der Olympiahalle mit Nickelback – und fühlte sich auf der großen Bühne sichtlich wohl.

Denn auch wenn er normalerweise auf kleineren Bühnen unterwegs ist: Finck ist in der Region kein Unbekannter. Der Groß- und Außenhandelskaufmann ist Gründungsmitglied und Gitarrist von Firebound: Einer Illertisser Band, die es seit drei Jahren gibt und die sich ursprünglich auf Akkustiksongs spezialisiert hatte. Daher auch der Name Firebound (frei übersetzt: „ans Feuer gebunden“, Anmerkung der Redaktion), ruhigere Klänge würden sich schließlich besonders gut in gemütlicher Atmosphäre machen, erklärt Finck. „Und am besten spätabends vor einem Lagerfeuer.“

Eigene Songs haben Firebound noch nicht

Schon bald habe sich die vierköpfige Gruppe entschieden, ihren Horizont zu erweitern. Denn auch die etwas härtere, rockige Gangart liege dem Quartett. Derzeit singen sie auf deutsch und auf englisch. Sie treten mit Songs von den Sportfreunden Stiller, Guns N’ Roses, den Eagles oder eben Nickelback auf . „Mit unserer derzeitigen Mischung erreichen wir viele Leute“, sagt Finck. Eigene Lieder hat Firebound hingegen nicht: „Wir versuchen uns aber von anderen Coverbands abzuheben.“ Dazu gehöre beispielsweise, das Publikum mit einzubeziehen. Dass dies gut ankommt, zeigt der Tourplan der Musiker.

„Wir sind im kompletten süddeutschen Raum unterwegs“, sagt Bandchef Mattias Müller, der selbst Bass spielt und singt, im Gespräch mit unserer Redaktion. Ein bis zwei Konzerte pro Monat stünden an, geübt werde im Schnitt einmal in der Woche in einem Proberaum in Bellenberg. „Das ist mit unseren Jobs relativ entspannt unter einen Hut zu bekommen.“ Müller stammt aus Illertissen und wohnt in Tiefenbach. Auch deshalb sei der kommende Auftritt seiner Band ein ganz besonderer: Denn die Gruppe Firebound, zu der neben Finck und Müller Sängerin und Gitarristin Bettina Sedelmaier und Fabian Ullmann am Schlagzeug gehören, wird am Samstag gemeinsam mit den Merk Brothers "Live im Sperrbezirk" eröffnen. „Ein Open Air-Konzert vor so vielen Menschen ist schon etwas Besonderes“, sagt Müller, der jede Menge bekannte Gesichter vor der Bühne erwartet. Schon im vergangenen Jahr habe es großen Spaß gemacht, bei der Veranstaltung in der Vöhlinstadt dabei zu sein.

Auftritt auf der großen Bühne soll kein einmaliges Erlebnis bleiben

Auch Finck hat hohe Erwartungen an das Konzert am Samstagabend. Das vergangene Jahr habe gezeigt, dass die Menschen in Illertissen Live-Musik zu schätzen wissen: „Es ist schön, dass die Stadt den Rahmen dafür bietet.“ Der Marktplatz sei eine tolle Kulisse: Die Musik könne sich hier gut entfalten und vor der Bühne sei jede Menge Platz für die Besucher.

Auch wenn das Grundkonzept mittlerweile steht: Laut Finck will sich Firebound auch in Zukunft weiterentwickeln. Stücke wie „Smoke on the Water“ kämen bei den Leuten zwar immer gut an. „Aber es ist besser, sich breiter aufzustellen und nicht immer nur die bekannten Songs zu spielen.“ Und seine persönlichen Ziele? Der 24-Jährige schmiedet schon neue Pläne – der Auftritt in der Olympiahalle soll keine einmalige Sache bleiben. „Im Olympiastadion zu spielen wäre toll“, sagt er und fügt an: „Träumen darf man ja.“

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