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13.06.2009

Erste Fälle von Schweinegrippe in der Region

Ulm Die Schweinegrippe hat die Region erreicht. Das Universitätsklinikum Ulm hat gestern zwei Fälle bestätigt. Demnach haben sich ein Mann und eine Frau - unabhängig voneinander - in den USA mit dem H1N1-Virus infiziert und sind nach ihrer Rückkehr aus Florida in Ulm behandelt worden. "Den beiden geht es soweit wieder sehr gut", sagte Jörg Portius, der Pressesprecher des Universitätsklinikums. Beide sollten bereits gestern wieder entlassen werden.

Der Mann und die Frau, die nicht miteinander verwandt oder bekannt sind, waren beide in Miami gewesen. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland wurden sie krank. Weil der Verdacht bestand, dass es sich um die Schweinegrippe - auch "Neue Grippe" genannt - handeln könnte, wurden sie ins Uniklinikum gebracht und isoliert.

Sie wurden fünf Tage lang mit dem Grippemittel "Tamiflu" behandelt. "Der Therapiezyklus ist abgeschlossen, die Patienten werden heute entlassen", sagte Portius. Die Angehörigen wurden informiert und vorsorglich ebenfalls mit Medikamenten behandelt. Ansteckungsgefahr besteht nach Aussagen der Ärzte nicht mehr, dennoch wurde dem Mann und der Frau empfohlen, am Wochenende zu Hause zu bleiben und sich zu schonen.

Es handelt sich um die ersten Fälle von Schweinegrippe in der Region. Für Dr. Matthias Freudenmann, den stellvertretenden Leiter des Fachdienstes Gesundheit im Landratsamt Alb-Donau-Kreis, kommen sie nicht überraschend. Es sei sehr wahrscheinlich, dass es demnächst weitere Fälle geben werde. "Das ändert aber nichts an der Einschätzung, auch nicht für die Gefährdung der Bevölkerung." Die Vorbereitungen der Behörden seien getroffen. Bislang reichten die in den Apotheken verfügbaren Medikamente völlig aus. Zudem hätten die zuständigen Bundes- und Landesbehörden weitere Kontingente geordert. Grund zur Panik besteht nach Freudenmanns Einschätzung keinesfalls, auch wenn die Weltgesundheitsorganisation die höchste Warnstufe ausgerufen hat. Wichtig sei, die allgemeinen Hygienemaßnahmen zu beachten. "Regelmäßiges Händewaschen ist das A und O."

Erste Fälle von Schweinegrippe in der Region

Das Universitätsklinikum Ulm empfiehlt, sich an den Hausarzt zu wenden, wenn man in den USA war oder Kontakt mit jemandem hat, der sich dort aufgehalten hat, und plötzlich die typischen Grippesymptome - Husten, Schnupfen, Fieber, Abgeschlagenheit - bei sich feststellt.

Noch kein Verdacht in Neu-Ulm

Im Kreis Neu-Ulm habe es bislang noch keinen Verdachtsfall von Schweinegrippe gegeben, sagte Medizinaloberrätin Claudia Spooren vom Landratsamt.

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