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18.01.2015

Erziehung mit Kopf, Herz und Humor

Die Leiterin der Kindertagesstätte Nord, Annemarie Schmidt, erhält das Gütesiegel „Ganzheitliches Lernen“ von Bürgermeister Karl Janson. Er übergibt es im Namen der Gesellschaft für Ganzheitliches Lernen, Köln.
Bild: Ursula K. Balken

Kindertagesstätte Nord erhält Gütesiegel zum „Ganzheitlichen Lernen“

Kindertagesstätten sind schon lange nicht mehr nur ein Ort, wo Eltern ihre Kinder gut aufgehoben wissen. Kitas bemühen sich immer mehr, ihre Einrichtungen nach neuesten pädagogischen Erkenntnissen zu führen. So auch die Kindertagesstätte Nord. Ihr wurde jetzt das „Gütesiegel zum Ganzheitlichen Lernen“ verliehen. In einer Feierstunde in den Räumen der Kita übergab Bürgermeister Karl Janson das Zertifikat an die Leiterin Annemarie Schmidt. Er dankte dem Team, sich einer neuen Aufgabe gestellt zu haben. „Frühkindliche Bildung und Erziehung haben einen hohen Wert.“ Für Janson ist das Grundlage und Schlüssel zu allen Dingen im Leben und in der Gesellschaft. Das Bildungsangebot biete beste Voraussetzungen auch dafür, dass Vöhringen eine kinderfreundliche Stadt sei. In den einzelnen Kindertagesstätten Vöhringens würden unterschiedliche Konzepte angeboten. Allerdings, so Janson, gebe es in der Kindererziehung auch kein Patentrezept. Für ihn gilt die Maxime „Kopf, Herz, Hand und Humor“.

Annemarie Schmidt erklärte, dass die Kita Nord mit diesem Gütesiegel eine Verpflichtung eingeht, „die hohe Qualität unserer Arbeit zu halten und ständig zu verbessern“. Das will heißen, dass man sich ständig weiterbildet, um für Kinder und deren Eltern ein guter Wegbegleiter zu sein.

Ganzheitliches Lernen sei schon immer weitgehend die pädagogische Haltung in den ersten Konzeptionen der Kindertagesstätte gewesen. Die Devise heiße jetzt Lernen durch Erleben und Erfahren. Denn nur wenn die Kinder die ständig komplexer werdende Welt über die Sinne wahrnehmen dürfen und können, kann nachhaltiges Lernen geschehen, betonte die Kita-Leiterin. Schmidt zitierte den deutschen Philosophen David Precht, der vom Bulemie-Wissen gesprochen habe. „Wissen ganz schnell in sich hineinstopfen und bei der Prüfung wieder ausspucken.“ Bildung aber müsse mehr sein als nur der Erwerb von Faktenwissen und Kulturtechnik.

Heute wisse man durch die Lern- und Hirnforschung, dass Bildung nur dann passieren kann, wenn das Kind mit all seinen Schwächen und Stärken, seiner Neugier, Ängsten und Bedürfnissen als individuelle Persönlichkeit gesehen wird, sagt Schmidt. „Unsere Aufgabe ist es, dem Kind seinem Entwicklungsstand entsprechend die notwendigen Lernanreize zu bieten, seinen Wissensdurst zu stillen und seine emotionalen Kompetenzen zu fördern. Bildung braucht Herzensbildung.“

Abschließend dankte Schmidt ihren Kolleginnen für das gute Zusammenwirken, „weil wir uns zusammen auf den Weg gemacht haben“. Dank gab es auch für Bürgermeister Janson, weil er die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt hat. Lieder der Kinder und von Viktoria Kast gestalteten die Feier, dem sich ein Empfang mit den Eltern anschloss.

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