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Sicherheit

06.07.2013

Es wird eng: Probleme mit Feuerwehrzufahrt

Da ist kaum Platz zum Manövrieren: die Drehleiter der FEuerwehr passt nur mit Mühe durch die Engstelle am Reichshof.
Bild: Schmid

Passage auf dem Walser-Gelände wurde zu schmal gebaut. Dies verursacht Schwierigkeiten im Notfall

Illertissen Das war ganz schön eng: in Millimeterarbeit bugsierte Feuerwehrkommandant Erik Riedel das Drehleiterfahrzeug rückwärts durch die Einfahrt zu den Wohngebäuden des Walser-Geländes am Reichshof. Im Notfall wäre das wohl nicht so glatt gegangen. Kein Wunder: Die durchfahrt ist zu schmal ausgefallen, wie Kreisbaumeister Rudolf Hartberger gestern gegenüber unserer Zeitung sagte. Sie ist sozusagen nicht notfallgerecht. Und solch einen Notfall gab es tatsächlich vor knapp einer Woche. Da wäre die Drehleiter eine wichtige Hilfe gewesen, doch der Fahrer konnte sie nicht zu Einsatzort bugsieren. Folgendes war am Sonntagnachmittag geschehen: Ein Patient musste aus dem zweiten Stock des neuen Gebäudes am Reichshof geholt werden, um ihn liegend zum Rettungswagen zu transportieren. Das hatte der Notarzt angeordnet. Doch das Drehleiterfahrzeug, das zwar nur einen Katzensprung entfernt stationiert ist, konnte nicht eingesetzt werden. Die Feuerwehrleute versuchten es in mehreren Anläufen – vergeblich. Dabei seien es keine Anfänger, sondern erfahrene Leute gewesen, wird aus den Reihen der Wehr versichert.

Da die Leiter nicht herangeführt werden konnte, musste der Patient mit einem Tragetuch nach unten gebracht werden, da auch eine Krankentrage wegen des engen Treppenhauses nicht benutzt werden konnte. Bewohner, die den gescheiterten Rettungsversuch mit dem Fahrzeug beobachteten, seien dem Vernehmen nach sehr besorgt gewesen. Von Gesetz wegen ist ein sogenannter zweiter Rettungsweg vorgeschrieben, der in diesem Fall also nicht durch die Tür, sondern durch die Fenster gewährlictet wären – wenn die Leiter denn heranreicht.

Wegen des Problems wurde am Donnerstag eine Ortsbesichtigung mit Vertretern von Feuerwehr und Landratsamt anberaumt. Dabei setzte sich der Kommandant persönlich ans Steuer, um die Engstelle zu „befahren“. Nach den Worten von des Kreisbaumeisters blieben links und rechts nur noch zwei Zentimeter. Das würde im Notfall nicht reichen, da war sich die Feuerwehr sicher, denn dann ist Eile angesagt, wenn es etwa gilt Personen aus oberen Stockwerken zu befreien.

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Deutlich enger als eigentlich geplant

Ist das Gelände also falsch geplant worden? Ist es nicht. Die Planung, vom damaligen Kreisbrandmeister Alfred Raible begutachtet, sei richtig gewesen, versichert das Landratsamt. „Es wurde aber nicht plangerecht gebaut“, sagte Hartberger auf Anfrage. Sprich: Die Gebäudezufahrt, die von einer Mauer sowie der Abfahrt zur Tiefgarage begrenzt wird, ist zu schmal ausgefallen. Nun muss voraussichtlich ein Betonsockel abgeschnitten und das Geländer an der Zufahrtsrampe versetzt werden. „Das ist kein Hexenwerk“, meint Hartberger. Dass dieses Problem noch nicht früher aufgefallen ist, liegt an veränderten Vorschriften. Eine Bauabnahme sei nicht mehr vorgesehen, bedauert der Kreisbaumeister. Es sei politischer Wille gewesen, dass sich die Behörden da zurückziehen und die Architekten stärker in die Pflicht genommen werden.

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