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Weißenhorn

21.01.2021

Evangelische Kirchengemeinde Weißenhorn sagt Gottesdienste ab

In der Kreuz-Christi-Kirche in Weißenhorn finden vorerst keine Gottesdienste mehr statt. Die evangelische Kirchengemeinde will in der Corona-Pandemie ein Zeichen setzen.
Foto: Alexander Kaya (Archivfoto)

Der Vorstand der evangelischen Kirchengemeinde Weißenhorn trifft eine Entscheidung. Präsenzgottesdienste werden bis 15. Februar 2021 ausgesetzt.

Nach den Entscheidungen der jüngsten Bund-Länder-Konferenz zur aktuellen Pandemie-Lage hat auch der Kirchenvorstand der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in Weißenhorn eine Eilentscheidung getroffen. Mit großer Mehrheit beschlossen die Vorstandsmitglieder, die Präsenzgottesdienste ab sofort bis zum 15. Februar 2021 auszusetzen.

Es sei eine enorme Gratwanderung, bei der dem Gremium leider auch die Kirchenleitung die Entscheidungen vor Ort nicht abnehme, teilt das Pfarramt mit. „Wir gehen davon aus, dass es in dieser Angelegenheit keinen goldenen Weg gibt und sind uns der Problematik dieser Entscheidung durchaus bewusst. Nichts schmerzt uns mehr, als die Kirchentüre für Gottesdienste zusperren zu müssen.“

Die Kirchengemeinde möchte angesichts der Corona-Lage ein Zeichen setzen

Ausschlaggebend für die Entscheidung sei jedoch die Überlegung, dass die Kirchengemeinde jetzt ein Zeichen setzen müsse: „Wir nehmen die Gefährdungslage mit über 1000 Toten jeden Tag sehr ernst und tragen unseren Teil dazu bei, das Infektionsrisiko zu minimieren.“ Die Bevölkerung werde gebeten, so gut es geht auf Kontakte zu verzichten. Die Betriebe würden angehalten, Homeoffice-Möglichkeiten anzubieten. Zwar gebe es Hygienekonzepte, aber nicht alle Menschen würden diese Regelungen auch tatsächlich einhalten, betont Pfarrer Andreas Erstling.

Neu sei jetzt, dass Gottesdienste mit mehr als zehn Teilnehmern beim Ordnungsamt anzumelden seien. Das könne man tun, aber die Mehrheit im Kirchenvorstand hält es nicht für sinnvoll und verweist auf das sonntägliche Angebot von Fernsehgottesdiensten. Zudem will die Kirchengemeinde auch die Möglichkeit von zusätzlichen Online-Angeboten prüfen. (az)

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