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Soziales

30.04.2015

Fachstelle gegen sexuelle Gewalt bleibt bestehen

Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Angehörige

Die zunächst mit einer zeitlichen Befristung auf zwei Jahre eingerichtete „Fachstelle gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen“ im Landkreis Unterallgäu bleibt im bisherigen Umfang bestehen. Diesen Beschluss fasste der Jugendhilfeausschuss bei seiner jüngsten Sitzung in Babenhausen einstimmig. Gleichzeitig empfiehlt das Gremium dem Kreistag, die dafür notwendigen finanziellen Mittel auch weiterhin bereitzustellen. Die Fachstelle wird von der Katholischen Jugendfürsorge getragen und ist an die Erziehungsberatungsstelle des Landkreises angebunden.

Diplomsozialpädagogin Michaela Kalcher stellte ihre im Umfang von 19,5 Stunden ausgeführte Arbeit vor. Sie gliedere sich in die drei Säulen Beratungs-, Präventions- sowie Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Fachstelle diene als erste Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowie für deren Angehörige und sonstige Bezugspersonen, aber auch für Fachkräfte, die mit einem Verdachtsfall von sexueller Gewalt konfrontiert sind und beratende Unterstützung wünschen. Die könne im persönlichen Gespräch, telefonisch oder in Einrichtungen erfolgen, so Kalcher. Im Zuge der Präventionsarbeit hätten 2014 insgesamt zehn Schulungen und Veranstaltungen in Kindergärten, Schulen und Verbänden stattgefunden. Im Jahr 2015 seien Schulungen der Leitungen von Kindertagesstätten sowie von Ehrenamtlichen in Vereinen und Verbänden geplant. Um bei Missbrauchsfällen wirksame Hilfe und Unterstützung leisten zu können, bedürfe es der Zusammenarbeit. Deshalb seien Aufbau und Pflege eines entsprechenden Netzwerks eine herausragende Aufgabe der Fachstelle. Um auf deren Hilfsangebote aufmerksam zu machen, aber auch zur Sensibilisierung der Gesellschaft zum Thema Missbrauch, sei Öffentlichkeitsarbeit notwendig.

In den knapp eineinhalb Jahren ihres Bestehens habe sich die Fachstelle gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen etabliert und werde angenommen, so Landrat Hans-Joachim Weirather. Die im Jahr 2014 erfassten 34 Beratungsfälle belegten den Bedarf im Landkreis. Um Zuständigkeits- und Abspracheprobleme zu vermeiden, seien in Missbrauchsfällen Hilfen aus einer Hand notwendig. (clb)

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