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Weißenhorn

13.02.2018

Faschingsumzug unter blauem Himmel

Die „Giggalesbronzer“ und viele weitere Musikgruppen, Narrenzünfte und Faschingsfreunde unterhielten die Besucher des Weißenhorner Faschingsumzugs bei strahlendem Sonnenschein.
Bild: Alexander Kaya

Tausende Zuschauer säumen die Straßen bei der großen Parade durch Weißenhorn. Von den etwa 70 Gruppen aus der Region beeindrucken einige mit imposanten Wagen.

Gute Ideen und handwerkliches Geschick sollten belohnt werden, findet Christian Simmnacher. Beeindruckt von einigen Wagen hat der Moderator beim großen Weißenhorner Fasnachtsumzug am Dienstag vorgeschlagen, bei der Parade im nächsten Jahr das schönste Gefährt zu küren.

Um die 70 Gruppen aus der ganzen Region zogen diesmal zum Faschingsfinale durch die Fuggerstadt. Bei Sonnenschein säumten deutlich mehr Zuschauer als im Vorjahr die Straßen entlang der Umzugsstrecke. Tausende schauten sich das Spektakel an, die meisten bunt verkleidet. Wer sich geschickt in der Sonne platzierte, musste auch bei den niedrigen Temperaturen nicht frieren. Alle anderen hielten sich warm, indem sie sich zu den fetzigen Rhythmen der Musikgruppen bewegten oder sich auf die Jagd nach Süßigkeiten machten, die die Maschkerer in die Menge warfen.

Der Vorschlag des Moderators von der veranstaltenden Interessengemeinschaft Weißenhorner Fasnacht, kurz IWF, 2019 den schönsten Wagen auszuzeichnen, kam bei der Dampflok Emma zur Sprache. Erbaut hatten sie Mitglieder der Lustigen Carnevals-Vereinigung Waldstetten, die erneut mit mehreren Gruppen teilnahm. Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer, waren selbstverständlich mit dabei.

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Imposant war auch das Gefährt der Faschingsfreunde Bühl-Riedheim: Sie steuerten einen ausrangierten Gelenkbus durch die Straßen. „Das hat es noch nie beim Umzug in Weißenhorn gegeben“, sagte Simmnacher. Das größte Zugfahrzeug hatte die „Gummibärenbande“ des Faschingstrupps Unterroth im Einsatz: Mannshoch waren allein die Räder des mächtigen Bulldogs. Weil das riesige Gespann an einer Stelle des Umzugs offenbar Probleme beim Abbiegen hatte, entstand eine größere Lücke in der Parade.

Ob Geisterjäger, Berghütte, Saloon, Tanzfläche mit Discokugel, Wikinger-Schiff oder Kartenhaus – kreative Köpfe und fleißige Wagenbauer hatten noch mehr interessante Gebilde erschaffen, die durch die Weißenhorner Innenstadt fuhren.

Wer genauer hinschaute, dem fiel bei dem Gaudiwurm auch die ein oder andere Kuriosität auf. So lief etwa bei der Weißenhorner Narrenzunft „D’r Eschagore“ ein dreibeiniger Hästräger mit. Und bei den Reischburger Faschingsnarra stand Model Heidi Klum auf dem Wagen – als Pappfigur.

Wie schon bei anderen Umzügen im Landkreis konnten sich einige Mitwirkende den einen oder anderen Seitenhieb auf das Thema Nuxit nicht verkneifen. Eine kleine Gruppe um den Weißenhorner Kreisrat und TSV-Vorsitzenden Jürgen Bischof rief gar den „Freistaat Weißa-hoara“ aus. Auf ihren Schildern war das farblich angepasste Wappen dazu zu sehen: die bayerischen Löwen mit weiß-rotem Rautenmuster. Und der neue Freistaat hat auch schon Partnerstaaten: Großbritannien, Katalonien – und Neu-Ulm. Die Faschingsfreunde vom FV Weißenhorn hielten Ortsschilder der „Kreisstadt Weißahoara“ im „Landkreis Weißahoara“ in die Höhe. Was sich wohl Thorsten Freudenberger, der amtierende Landrat des Landkreises Neu-Ulm, dabei dachte? Er schaute sich den Umzug ebenso an wie Weißenhorns Rathauschef Wolfgang Fendt.

Noch bevor die Gruppen am Hauptplatz vorbeizogen, hatte die IWF dem Bürgermeister als Dankeschön für seine Unterstützung seitens der Stadtverwaltung einen Orden verliehen. Den „wichtigsten Orden der Stadt“, wie Christian Simmnacher sagte. Fendt wiederum dankte den Organisatoren: „Es ist viel Arbeit, so einen Umzug auf die Beine zu stellen.“

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