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Nordholz

24.05.2019

Feuerwehr Nordholz: Die Kinder haben nun ihre eigene Einsatz-Zentrale

Die Kinder nahmen die neue Einsatzzentrale direkt in Beschlag.
Bild: Brumbach

Zwei Jahre wurde gebaut, viele Helfer haben ihre Freizeit geopfert, viel Geld wurde in das Projekt investiert: Nun wurde es feierlich eingeweiht.

Mit einer großen Feier ist die Kinderfeuerwehr-Einsatzzentrale mit Spiel- und Übungsgelände am Feuerwehrhaus in Nordholz eingeweiht worden. „Die Zukunft gehört der Feuerwehr“, sagte schon Grisu, der kleine TV-Drache, und wollte ein richtiger Feuerwehrmann werden. So gesehen hat diese Zukunft im 200 Einwohner zählenden Nordholz also bereits begonnen. Mädchen und Buben ab dem Kindergartenalter können sich ab sofort einen Traum erfüllen

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Hier können schon die Kleinsten Feuerwehreinsätze üben

Im ersten Stock des Feuerwehrgebäudes befindet sich die Einsatzzentrale für Kinder. Unter der Decke leuchtet ein großes Blaulicht. Neben einer Wandtafel befindet sich ein Büro mit Schreibtisch, Stühlen, Telefon, Funksprechgeräten und Computer. Dort, wo die Tür zum Außengelände führt, liegen griffbereit Feuerwehrhelme und knallgelbe Warnwesten mit der Aufschrift „Kifez“ (Kinderfeuerwehreinsatzzentrale) Nordholz. Die Rückseite ziert ein Emblem mit einem Feuerwehr-Biber. Außerdem gibt es kinderfreundlichen Lesestoff rund um die Feuerwehr und einen liebevoll eingerichteten Spielbereich. Als Raumteiler hängen Feuerwehrschläuche von der Decke herab und eine Holztafel zeigt die verschiedenen Knotenarten, die jeder Feuerwehrmann und jede Feuerwehrfrau beherrschen muss. Familien und Gruppen können die Räumlichkeiten nach vorheriger Anmeldung per E-Mail an kifez-nordholz@gmx.de nutzen. Der Außenbereich mit Holzfeuerwehrauto und Ruhebänken steht frei zur Verfügung.

Die Kinder waren sofort begeistert

Die Kinder waren nicht mehr zu bremsen, als die Ehrengäste das weiß-rote Band durchtrennten: Sie nahmen die Zentrale direkt in Beschlag. Pater Roman Löschinger würdigte in seiner Rede das große „ehrenamtliche Engagement“. Der örtliche Leader-Beauftragter Ronald Bentenrieder begrüßte die Ehrengäste, darunter Hubert Berger (Kreisbrandmeister), Martin Hiller (Kreisbrandmeister und Kreisjugendwart), Marina Kuhn (Geschäftsführerin der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Regionalentwicklung im Landkreis Neu-Ulm) und Erich Herreiner (zuständiger Leader-Koordinator in Nordschwaben). „Ein neuer Dorfmittelpunkt entstand, der das Dorf belebt und zum Austausch einlädt“, sagte Landrat und Vorsitzender der LAG, Thorsten Freudenberger. Dazu beigetragen hat das Helferteam und der örtliche Leader-Koordinator Ewald Stussak.

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Ein ganzes Dorf war mobil gemacht worden, als vor drei Jahren Andreas Vogel, örtlicher Feuerwehrkommandant, und Andreas Kübler, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft, das Projekt vorgestellt hatten. Der Genehmigung im Dezember 2016 folgte im Mai 2017 der erste Spatenstich für das einmalige Projekt im Bereich Buch. Dank vieler Helfer konnte es pünktlich am 18. November 2018 nach zweijähriger Bauzeit fertiggestellt werden.

Finanziert wurde das Projekt einerseits durch ersparte Vereinsgelder aus der Dorfgemeinschaft und Spenden (49750 Euro) sowie aus Geldern eines Leader-Fonds (49750 Euro). Die Eigenleistungen sind noch nicht mit eingerechnet. Angelegt waren Kosten in der Höhe von 99500 Euro. „Doch es ist teurer geworden als geplant. (110000 Euro) und damit sind die Kassen der Dorfgemeinschaft und Feuerwehr Nordholz leer“, erklärte Bentenrieder. Er würde sich über Spenden für die weitere Ausstattung sehr freuen.

Lesen Sie hier, wie das Projekt begann: Eine Feuerwehr – auch für Kinder.

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