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Bebenhausen

15.11.2017

Feuerwehr von Bebenhausen feiert 140-jähriges Bestehen

Die Feuerwehr ehrte Otto Göppel und Karl Herzog für 40-jährigen Einsatz. Das Bild zeigt (v. l.): Kreisbrandrat Alexander Möbus, Otto Göppel, Karl Herzog, Kommandant Michael Dreier und Kreisbrandinspektor Jakob Schlögel.
Bild: Claudia Bader

Bei einem Festabend hat die Feuerwehr auf die Vereinsgeschichte zurückgeblickt.

Die Feuerwehr Bebenhausen ist 140 Jahre alt geworden und hat diesen Geburtstag im Rahmen eines Festabends gefeiert. Dabei wurden den geladenen Gästen – darunter Kreisbrandrat Alexander Möbus, Kreisbrandinspektor Jakob Schlögel und Kreisbrandmeister Tobias Hiller sowie die Kettershauser Bürgermeisterin Susanne Schewetzky und der Kommandant des Patenvereins Klosterbeuren – immer wieder Situationen vor Augen geführt, in denen der Einsatz der engagierten Wehrmänner Schlimmeres verhindern konnte.

Schewetzky sprach den Feuerwehrlern für ihren in vielen ehrenamtlichen Stunden geleisteten, engagierten Dienst Dank und Anerkennung aus. Gleichzeitig sicherte sie der Wehr weiterhin die Unterstützung der Gemeinde zu. Kreisbrandrat Möbus würdigte die Feuerwehr als „aktivste Initiative der Gemeinde.“ Während die Wehren vor 140 Jahren hauptsächlich mit dem Löschen von Bränden gefordert waren, stehen heute vor allem Einsätze bei Unfällen oder technische Hilfeleistungen im Vordergrund. „Es waren wohl Heimat- und Nächstenliebe sowie Kameradschaft, die unsere Vorfahren im Jahr 1877 dazu bewegt haben, eine Feuerwehr zu gründen“, blickte Vorsitzender Johann Neuhäusler zurück.

Die von Tanja Herzog und Michael Dreier in Form eines „Hoigata“ erzählte Chronik dokumentierte, dass die Feuerwehr Bebenhausen am 10. November 1877 ins Leben gerufen wurde. Der damalige Bürgermeister Josef Schmid wirkte zugleich als Erster Vorsitzender und Kommandant. 46 Bauern seien damals spontan eingetreten. Die Teilnahme der Bebenhauser Wehr am Trauergottesdienst für König Ludwig II. im Jahr 1886 bildete ebenso einen Höhepunkt im Vereinsleben wie der Gottesdienst anlässlich des 80. Geburtstags von Prinzregent Luitpold von Bayern. Nachdem der Erste Weltkrieg das Leben vieler Mitglieder gefordert hatte, konnte die Bebenhauser Wehr 1927 ihr 50-jähriges Bestehen feiern. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Feuerwehr neu formiert und schaffte sich 1952 eine Motorspritze an. Mit Ausflügen sowie Theaterspiel und Faschingsbällen bereicherte der Verein das dörfliche Leben. Die Tradition des Maibaumaufstellens wird bis heute gepflegt, berichteten Herzog und Dreier.

Zu ihrem 90-jährigen Bestehen 1967 haben sich die Bebenhauser eine Vereinsfahne angeschafft und ein Feuerwehrfest mit Umzug organisiert. Im September 1977 stand mit dem 100-jährigen Bestehen wieder ein Jubiläum an. 1979 wurde die Schlagkraft der Wehr mit dem Kauf eines Tragkraftspritzenfahrzeugs TS8 mit Anhänger verbessert. Die Weihe der restaurierten Vereinsfahne wurde 1993 mit einem Festumzug gefeiert. Neben dem Löschen von Bränden waren die Bebenhauser Einsatzkräfte in den Jahre 1999 und 2002 auch bei Hochwasser gefordert.

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