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Babenhausen

07.10.2019

Feuerwehrauto: Markt schaltet Anwalt ein

Die Babenhauser Wehr zeigte ihr Können, ohne neues Fahrzeug.
Bild: Settele

Die Babenhauser Feuerwehr ist mit dem geliefertem Fahrzeug nicht zufrieden. Ein Einigung mit dem Hersteller ist bisher nicht in Sicht.

Im wahrsten Sinne des Wortes auf hohem Niveau hat sich die Babenhauser Feuerwehr an ihrem Tag der offenen Tür präsentiert. Zwei Mitglieder der elfköpfigen Höhenrettungsgruppe zeigten, wie ein fiktives Opfer geborgen und zur weiteren Versorgung abgeseilt wird. Ursprünglich war es geplant gewesen, der Öffentlichkeit auch das neue Rüstfahrzeug vorzustellen. Dieser Programmpunkt musste allerdings verschoben werden.

Die Präsentation hätte bereits im Rahmen der Floriansmesse vor einem knappen halben Jahr stattfinden sollen. Doch es gab offenbar Probleme mit der Ausführung des gelieferten Wagens. Wie aus Feuerwehrkreisen zu erfahren war, habe die Herstellerfirma von geringfügigen Nachbesserungen gesprochen. Die Feuerwehrführung vor Ort dagegen sah größere Probleme. Nun, Monate später, ist das neue Fahrzeug immer noch nicht im Einsatz. Es zeichnet sich wohl ein juristischer Streit ab.

Bürgermeister Otto Göppel bestätigte auf Nachfrage, dass es bei der Beschaffung des neuen Rüstwagens für die örtliche Feuerwehr Probleme gibt. Hintergrund sei, dass das Fahrzeug nicht allen Vorgaben des von der Gemeinde erteilten Auftrags entspreche. Das sei bei der Vorstellung des Rüstwagens bei der örtlichen Wehr deutlich geworden. Deshalb sei das Fahrzeug mit entsprechenden Mängelprotokollen an den Hersteller zurückgegeben worden. In der Zwischenzeit seien laut Göppel zwar einige der Beanstandungen behoben worden, jedoch bleibe das Hauptproblem bestehen. Es drehe sich um die Geländegängigkeit des Fahrzeugs und um den damit zusammenhängenden „Böschungswinkel“. Auf diese Anforderung sei im Auftrag ausdrücklich hingewiesen worden. Im Raum stehe nun die Auskunft der Firma, das sei mit dem Fahrzeug nicht machbar, so Göppel. Er frage sich dabei, weshalb das Unternehmen den Auftrag dann überhaupt angenommen habe. Da es diesbezüglich noch keine Einigung mit der Herstellerfirma gibt, hat die Gemeinde nach Göppels Worten inzwischen einen Rechtsanwalt eingeschaltet.

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Programm am Tag der offenen Tür wurde geändert

Außerdem wies der Bürgermeister darauf hin, dass durch die lange Standzeit beim Hersteller eventuelle neue Prüfungen der Ausrüstung anstehen. So seien die Reifen beispielsweise alle zehn Jahre zu erneuern, auch wenn kein Kilometer damit gefahren wurde. Hierbei seien möglicherweise Wertverluste ebenfalls in Rechnung zu stellen. Doch auch die technische Beladung wie die Rettungsschere gelte es in bestimmten Abständen prüfen zu lassen.

Beim Tag der offenen Tür galt es nun, das Programm zu ändern. Neben einer Höhenrettung demonstrierten die Floriansjünger, was passiert, wenn man einen Fettbrand mit Wasser zu löschen versucht – eine riesige Stichflamme samt Rauch wäre die Folge. Mit Fett, Feuer und Rauch hatten indes auch diejenigen Feuerwehrleute zu tun, die für das leibliche Wohl der Besucher zuständig waren. Sie hatten alle Hände voll zu tun, gab es doch zur Mittagszeit keinen freien Platz mehr im Feuerwehrhaus. Auch die Nachwuchsfeuerwehrler waren im Einsatz, nicht zuletzt beim Spül- und Abräumdienst, aber auch bei den Aktivitäten für die jüngsten Besucher. Für diese wurde eine Hüpfburg, ein „Zielspritzen“ und eine stark frequentierte Kistenrollbahn angeboten. Währenddessen informierten sich die Erwachsenen über den Fuhrpark der Babenhauser Wehr. Einen Kontrast zur Drehleiter, die ausgefahren eine Höhe von 30 Metern erreicht, bot eine historische Holzleiter auf Rädern. Unter den rund 1000 Besucher waren auch heuer Feuerwehrkameraden aus Babenhausen (Hessen), die die weiteste Anreise hatten.

Stadtgasse quer.jpg
22 Bilder
Tausende Besucher strömen zum Gallusmarkt
Bild: Fritz Settele
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