Newsticker

Corona-Zahlen in Deutschland: Rund 11.000 Neuinfektionen gemeldet
  1. Startseite
  2. Lokales (Illertissen)
  3. Feuerwehrhaus: Es geht auch billiger

Vorschlag

11.02.2015

Feuerwehrhaus: Es geht auch billiger

So könnte der Blaulicht-Bezirk beim Rathaus nach der Idee von Ansgar Bauer aussehen: Das Gerätehaus (rechts) würde nach Westen verbreitert, ein Weg zwischen Vöhlinstraße und Reichshof soll die Parkplätze erschließen.

FW-Mann präsentiert Umbau-Idee

Bei der Feuerwehr muss es normalerweise immer schnell gehen, doch manchmal brauchen die Dinge eben ihre Zeit – etwa bei der Umgestaltung des Gerätehauses. Die ist schon seit Jahren angedacht, eine erste Planung liegt bereits vor. Doch entschieden ist noch nichts. Sogar ein kompletter Neubau an der Unterrother Straße steht zur Debatte. Jetzt bringt Ansgar Bauer, Stadtrat der Freien Wähler einen eigenen Vorschlag auf den Tisch, den er bei der FW-Hauptversammlung erstmals öffentlich erläuterte.

Er schlägt vor, das bestehende Gebäude nicht aufzugeben, sondern anders zu erweitern, als dies bisher erwogen wurde. Zunächst sollte das Bauwerk mit einer Erweiterung in Richtung Schrannenplatz versehen werden, sodass ein U-förmiger Komplex mit neuen Garagen entstehen würde. Bauer schlägt ebenfalls einen Anbau in Richtung Rathaus vor, der jedoch lediglich die bestehenden Fahrzeughallen verlängert, sodass sie zusätzlich Platz für die benötigten Umkleiden bieten. Zudem soll der Nordflügel um drei weitere Garagen zur Schranne hin erweitert werden. Somit wäre genügend Platz für acht Fahrzeuge vorhanden. Der Vorteil dieser Variante, wie Bauer betont: Anders als bei einer U-Lösung würde der Blick vom Schrannenplatz auf das Vöhlinschloss nicht verbaut. Zudem präsentiert er eine andere Lösung der Parkplatzfrage, um den Wehrleuten eine sichere Möglichkeit zur An- und Abfahrt zu geben. Sein Plan enthält einen Erschließungsweg von der Vöhlinstraße hin zum Reichshof, vorbei an der Schranne und dem sogenannten Walser-Gebäude. In dem sollten der Tafelladen, der für seinen Vorschlag weichen müsste, und die Musikschule untergebracht werden. Zu beiden Seiten des Weges werden Parkplätze für städtische Mitarbeiter und Schrannenbesucher angelegt.

Die Kosten dieser Lösung schätzt Bauer auf rund 1,8 Millionen Euro. Er hat seine Planskizze bereits im Bauamt präsentiert, das wiederum das feuertechnische Fachbüro IGB dazu befragte. Das hält eine solche Variante für machbar, so der FW-Mann. Bauer argumentiert, mit einem solchen Umbau spare sich die Stadt viel Geld, denn ein komplett neues Gerätehaus komme auf bis zu sechs Millionen Euro – und dann bleibe immer noch die Frage offen, was mit dem dann überflüssigen Altbau geschehen solle. Der dürfe nach nur 30 Jahren keinesfalls abgerissen werden. Eine Erweiterung sei aber auch nicht unter zwei Millionen Euro zu bekommen, das habe ihm der Kämmerer gesagt. Wie Bauer gegenüber unserer Zeitung erklärte, gebe es für einen Neubau zwar mehr Zuschüsse als für eine Umgestaltung, doch das wiege die Mehrkosten keinesfalls auf, selbst wenn sein Vorschlag vielleicht drei oder gar vier Millionen Euro verschlingen würde. Er hat seine Überlegungen bereits in einem Antrag an Bürgermeister Jürgen Eisen formuliert. Wann er behandelt wird, steht offenbar noch nicht fest. Um die Kosten vergleichen zu können, müsse erst einmal ermittelt werden, was ein Neubau sowie eine Erweiterung tatsächlich kosten. Für die einst angedachte U-Lösung stehen 4,8 Millionen im Raum. Bauer betonte, er wolle mit seiner Idee der Stadt viel Geld sparen. Der jetzige Standort sei für die Feuerwehr eigentlich ideal. (hip)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren