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Osterberg

18.11.2014

Feuerwerk erhitzt die Gemüter

Feuerwerke bieten meist ein wunderbares Schauspiel am Nachthimmel. Mitunter sorgen sie jedoch auch für Verdruß; zum Beispiel, wenn sie nicht angemeldet sind, wie das offenbar jetzt in Osterberg der Fall war.

Gemeinde fordert Anmeldung, sonst droht Bußgeld

In der Nähe der Osterberger Turnhalle hat es kürzlich geknallt und gekracht. Mitten in der Nacht. Böller explodierten, Raketen schossen in den Himmel. Das Feuerwerk war offenkundig nicht genehmigt und hat Kritik ausgelöst. Deshalb hat sich jüngst auch der Osterberger Gemeinderat mit dem Vorfall befasst.

Bürgermeister Rainer Schmalle berichtete, es habe sich um ein größeres Feuerwerk gehandelt, durch das auch Tiere aufgeschreckt worden seien. Zudem sei der Lärm auch Anwohnern zu Ohren gekommen und negativ aufgefallen. GemeinderatOskar Jaut füge an, dass das Feuerwerk lange gedauert habe und sehr laut gewesen sei. Auch Lucie Weh hatte Bedenken. Wegen des angrenzenden landwirtschaftlichen Anwesens, auf dem auch Heu und Stroh gelagert werden, hätte von dem Feuerwerk erhebliche Gefahr ausgehen können. Die Pferde beispielsweise geraten nach Schilderung der Gemeinderätin zuerst in Panik und dann in einen schockähnlichen Zustand.

Bürgermeister Schmalle äußerte Unverständnis darüber, dass bei den Beteiligten keinerlei Einsicht feststellbar gewesen seir. Er sprach sich dafür aus, bei fehlender Anmeldung ein Bußgeld zu erheben. Lucie Weh erkundigte sich, was ein Klein-Feuerwerk sei, denn bei den heutigen pyrotechnischen Möglichkeiten könne man in vielen Fällen nicht mehr von kleinen Feuerwerken reden. Der Bürgermeister fügte an, dass es bisher Ablehnungen nur in Ausnahmefällen gab. Es wurden offenbar aber schon öfters ungenehmigt Feuerwerkskörper verschossen. Den Turnverein habe er angewiesen, die Nutzungsvereinbarung für die Turnhalle zu ändern und darin Klein-Feuerwerke zu verbieten. Mehrere Ratsmitglieder meinten, die bisherige Regelung, wonach ein Feuerwerk vorher anzumelden ist, sei nicht schlecht, denn man sollte nicht alle Feuerwerke verbieten.

In mehreren Abstimmungen näherte sich das Gremium einer Lösung. Der Beschlussvorschlag, Klein-Feuerwerke generell zu verbieten und nur an Sylvester zuzulassen, fand keine Mehrheit. Für eine rechtzeitige Anmeldung und Veröffentlichung im gemeindlichen Mitteilungsblatt sprach sich die Rätegemeinschaft dagegen einstimmig aus. Bei Nichtbeachtung wird künftig ein Bußgeld in fünffacher Höhe der Anmeldegebühr erhoben. Derzeit wären dies 50 Euro. Im zurückliegenden Fall an der Turnhalle soll der Verursacher dazu bewogen werden, dass er eine Spende an den Kindergarten leistet.

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