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Rückblick

30.01.2014

Fischer-Nachwuchs ist äußerst rege

Ehrungen (von rechts) Alois Saurwein, Ehrenmitglied, Dieter Schultheiß, 40 Jahre, August Schick, Ehrenmitglied, Helmut Osterlehner 60 Jahre. Links: Vorsitzender Norbert Frank.
Bild: Ursula Katharina Balken

Jugendarbeit von Patrick Kastler erhält viel Lob

Vöhringen Mitglied in der Fischereigemeinschaft Vöhringen zu sein, bedeutet nicht nur, einen Fisch für sich aus den Gewässern an Land zu ziehen. Es bedeutet vielmehr auch Einsatz zum Schutz der Natur. Das hat Vorsitzender Norbert Frank bei der Jahreshauptversammlung im Schützenheim betont. Immerhin wurden im vergangenen Jahr 6363 Arbeitsstunden erbracht.

Frank dankte allen Spenden und Förderern des Vereins, vor allem der Stadt Vöhringen. Die Einsätze und Aktivitäten der Mitglieder dokumentierte Frank durch eine Powerpoint-Präsentation. Besonders erwähnte er den Verkauf von Räucherfischen am Karfreitag, den Spatenstich zur Sanierung eines weiteren Illerabschnittes von Flusskilometer 14,6 bis 13,6, den Besuch von Christian Ude als Kandidat für das Amt des Bayerischen Ministerpräsidenten und auch die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Zweiten Vorsitzenden Rüdiger Kreisl.

Ganz besonders wichtig ist für Frank das Projekt „Fischer machen Schule“. Eingebunden waren die Klassen aus den Grundschulen Süd und Nord. Gefördert wird dies von der Stadt Vöhringen und vom Landesfischereiverband. „Dazu ist ein erheblicher Personalaufwand nötig, aber die Maßnahme lohnt es. Sie wird von den Schulen wie von der Bevölkerung anerkennend zu Kenntnis genommen“, sagte Frank.

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Gewässerwart Dieter Weis informierte über die Brutboxen im Mühlbach mit 20000 Bachforellen sowie über die 13000 in alle Fließgewässer verteilten Bachforellenbrütlinge. Die Iller wurde von der Fischergenossenschaft Untere Iller wieder mit Äschen besetzt. Rüdiger Kreisl stiftete Huchen. Das Schonmaß dieser Fische wurde vereinsintern auf 90 Zentimeter erhöht. Die Baggerseen, so berichtete Weis, wurden mit Karpfen und Hechten sowie 150 Zandern besetzt. Auch wurde Wert auf den Aalbestand gelegt. In die Fließgewässer wurden neun Zentner Forellen eingelassen. Weis rief die Fischer dazu auf, verstärkt auf Hechte zu angeln, damit das ökologische Gleichgewicht erhalten bleibt.

Die Gewässeraufsicht in Person von Heike Schlecker mahnte die Einhaltung der Schonzeiten an. Das gelte besonders für die Schleie. Auch müssten die Fischer am Waldbaggersee immer darauf achten, dass kein Unrat zurückgelassen werde. Die Zufahrtserlaubnis müsse deutlich sichtbar im Fahrzeug erkennbar sein. Ansonsten droht ein Knöllchen.

Jugendleiter Patrick Kastler zog Bilanz. Das vom Fischereiverband Schwaben geförderte Brutboxenprojekt ist jetzt ausgelaufen. Der Verein hat vier eigene Brutboxen angeschafft. Die Jugendgruppe sei äußerst rege, erklärte Kastler. Sie war beim Schwäbischen Fischerjugendtag in Mertingen dabei und auch das Zeltlager bei Burgau war wieder ein voller Erfolg. Im vergangenen Jahr kam auch die Ausbildung nicht zu kurz, die Kastler ein besonderes Anliegen ist. Theorie und Casting standen auf dem Programm.

Robert Ries legte einen einwandfreien Kassenbericht vor.

Ein Grußwort sprach Thorsten Freudenberger. Ihm gefiel besonders die Jugendarbeit und dass so viel freiwillige Einsatzstunden geleistet wurden. Freudenberger ging auch auf die geplante Kleinkraftwerke an der Iller ein. Er hielt Widerstand dagegen für nützlich, weil deren Verwirklichung die Renaturierung des Flusses für lange Zeit unmöglich mache. „Die Nutzung der Wasserkraft sollte daher nur unter Berücksichtigung der Belange der Fischerei erfolgen.“ Dritter Bürgermeister Rüdiger Kreisl überbrachte Grüße von Bürgermeister Karl Janson.

Für besondere Verdienste um den Verein wurden

Alois Saurwein und August Schick zu Ehrenmitgliedern ernannt.

60 Jahre dabei ist Helmut Osterlehner und

40 Jahre halten Alfred Geyer, Dieter Schultheiß und August Schick der Fischergemeinschaft die Treue.

Die Diskussion ist geschlossen.

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