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Illertissen

25.10.2015

Fischer fürchten um Renaturierung der Iller

Kritik am Verhalten der Nachbarstadt Dietenheim
Bild: Zita Schmid

 Auf dem Herbstmarkt sammelt IG „Naturraum Iller“ Unterschriften gegen weiteren Kraftwerksbau

Jetzt gehen sie auch in die Öffentlichkeit: Mitglieder der Interessengemeinschaft „Naturraum Iller“ haben den Illertisser Herbstmarkt genutzt, um an einem Infostand ihre Standpunkte zur Renaturierung der Iller und gegen den Bau weiterer Wasserkraftwerke im Fluss unter die Leute zu bringen. Der Infostand fand bei den Marktbesuchern großes Interesse.

„Das Genehmigungsverfahren für die Wasserkraftanlage in der Iller bei Dietenheim ist schon weit fortgeschritten“, berichtete der Vorsitzende der Fischereigenossenschaft „Untere Iller“, Wolfgang Höß, und fügte an, dass die Bevölkerung seiner Meinung nach noch nicht ausreichend über die Folgen des Vorhabens unterrichtet sei. Dietmar Wagner, Vorsitzender des Fischereivereins Altenstadt, bekräftigte erfreut, dass bereits mehr als 500 Unterschriften gegen das geplante Kraftwerk zusammengekommen sind.

Dass das Kraftwerk, dem weitere folgen sollen, in einem Illerabschnitt mit der geringsten Restwassermenge im gesamten Illerbett eingebaut werden soll, ist nach Ansicht von Höß nicht hinnehmbar. Flussabwärts wurde die Iller bereits renaturiert. Flussaufwärts ist bis auf eine Fischaufstiegsanlage bei Filzingen noch nichts in Planung. Durch den Kraftwerksbau könnte die weitere Renaturierung des Flusses auf Jahrzehnte hinaus behindert oder unmöglich gemacht werden. Höß betonte auch, dass sich die bayerischen Kommunen im Landkreis Neu-Ulm frühzeitig und geschlossen gegen das Projekt ausgesprochen haben. Es könne nicht sein, dass die Stadt Dietenheim mit einem nur kleinen Illeranteil diese Bemühungen zunichtemacht.

Die Interessengemeinschaft berät derzeit, ob neben der Unterschriftenaktion auch eine Petition an den württembergischen Landtag eingereicht werden soll. Eine entsprechende Homepage unter „www.naturraum-iller.de“ ist auch bereits eingerichtet. „Es gilt nun, die Kräfte der Verbände und Bürgerschaft zu bündeln und geschlossen gegen den Kraftwerksbau vorzugehen“, betonte Höß abschließend.

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