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Sitzverteilung

16.03.2020

Frauen sind in Illertissen die Stimmenköniginnen

Susanna Oberdorfer-Bögel konnte sich zwar nicht gegen Landrat Thorsten Freudenberger durchsetzen. Doch im Illertisser Stadtrat ist sie die Stimmenkönigin.
Bild: Alexander Kaya

Plus CSU und SPD verlieren Sitze – davon profitieren die anderen Gruppierungen im Gremium. Auf die Landratskandidatin könnte eine andere Führungsaufgabe warten.

Keine großen, aber doch interessante Verschiebungen in der Anzahl der Mandate für die Fraktionen und in personeller Hinsicht erbrachte die Stadtratswahl in Illertissen. CSU und SPD verloren je einen Sitz. Dafür hat das Gremium eine neue Stimmenkönigin: Susanna Oberdorfer-Bögel, die als Landratskandidatin für die Freien Wähler angetreten war, hat damit gute Aussichten auf die Position als Zweite Bürgermeisterin. Im Moment bekleidet dieses Amt noch Gaby Weikmann-Kristen (CSU), die sich nicht mehr zur Wahl für den Stadtrat gestellt hatte.

Stadtratswahlen in Illertissen: Die Gewinner und Verlierer

Nach dem Wahlergebnis vom Sonntag verfügt die CSU (38,7 Prozent) über neun der 24 Sitze, Bürgermeister Jürgen Eisen (CSU) kommt noch hinzu. Die Freien Wähler (32,7 Prozent) folgen mit acht Mandaten, die Grüne/ ÖDP/AB-Fraktion (17,3 Prozent) belegt nun vier und die SPD (10,3 Prozent) drei Plätze am Sitzungstisch in der Schranne. Die Linke, die sich als fünfte Gruppierung zur Wahl gestellt hatte, blieb mit 1,1 Prozent deutlich unter der Grenze, ab der ein Mandat zu erreichen gewesen wäre.

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Die meisten Stimmen haben diesmal Frauen auf sich vereint: Mit weitem Vorsprung wurde Susanna Oberdorfer-Bögel (FW) „Stimmenkönigin“ mit 7798 Stimmen. Ihr folgt Susanne Kränzle-Riedl (CSU) mit 5111. Die nächsten Plätze werden belegt von Helga Sonntag (Grüne/ÖDP/AB/4265), Uwe Bolkart (CSU/4227) und Wolfgang Ostermann (SPD/ 4224).

Einige Illertisser Stadträte traten nicht mehr an

Innerhalb der Fraktionen ergaben sich einige personelle Veränderungen. Bei der CSU stellten sich die bisherige Zweite Bürgermeisterin Gaby Weikmann-Kristen und Stadträtin Amalie Speiser nicht mehr zur Wahl. Stefan Winkler (2153) und Günter Miller (2143) erreichten die notwendige Stimmenzahl nicht mehr. Beide stehen als Nachrücker auf den Plätzen zehn und elf der CSU-Ergebnisliste. Anstelle dieser vier bisherigen Amtsinhaber werden für die CSU neu am Sitzungstisch Platz nehmen: Peter Grashei (3181), Martin Link (2302) und Markus Ritter (2180). Ihr bisheriges CSU-Mandat haben Susanne Kränzle-Riedl (5111), Uwe Bolkart (4227), Wilhelm Fischer (3544), Ewald Ott (3292), Arthur Schlosser (3248) und Dietmar Haas (2688) behalten.

Drei neue in der Fraktion der Freien Wähler

Bei den Freien Wählern standen Clemens Jans und Helmut Unglert nicht mehr auf der Kandidatenliste. Neu im Amt sind die Stimmenkönigin Susanna Oberdorfer-Bögel (7798), Panagiotis Kopanos (2649) und Armin Rapp (2188). Ihre Sitze verteidigten Ansgar Batzner (3824), Ansgar Bauer (3720), Andreas Lanwehr (2484), Heidi Ritsche-Thoma (2256) und Hermann Schiller (2172). Erste Nachrücker sind auf den beiden folgenden Plätzen Jürgen Bolkart (1396) und Manfred Norrenbrock (1391).

Die Fraktion Grüne/ÖDP/AB behielt ihre drei bisherigen Ratsmitglieder Helga Sonntag (4265), Rita Schmitt (2013) und Rüdiger Stahl (1997). Neu dazu kommt Gilbert Kammerlander (1291). Hier sind Klaus Allgaier (1210) und Marianne Pfanner (1064) die ersten beiden Ersatzleute.

Bisherige SPD-Räte sind wieder dabei

Auf der Liste der SPD stand Günter Nübling nicht mehr zur Wahl. Die drei Plätze dieser Fraktion werden von den bisherigen Amtsinhabern belegt, das sind Dritter Bürgermeister Wolfgang Ostermann (4224), Kasim Kocakaplan (1649) und Andreas Fleischer (1396). Im Bedarfsfall haben Julia Dürr (1297) und Stefanie Steinle (1183) die ersten Nachrücker-Rechte.

Angesichts der Mandatsverteilung, bei der keine Wählergruppierung die absolute Mehrheit hat, darf erwartet werden, dass die Stadtratsarbeit auch in der neuen Wahlperiode sach- und ergebnisorientiert weiter gehen wird.

Der starke Vertrauensbeweis für Bürgermeister Jürgen Eisen, der in seiner ersten Amtsperiode stets auf Ausgleich bedacht war, wird angesichts der gewählten Ratsmitglieder und der Mandatsverteilung auch weiterhin mit konstruktiver Zusammenarbeit am Sitzungstisch rechnen dürfen.

Mehr zu den Kommunalwahlen in der Region lesen Sie hier:

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