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Bilanz

14.04.2015

Freilichtsommer: Kosten nur zur Hälfte eingespielt

Unter bewährter Leitung von Regisseur Markus Bartl und Ausstatter Philipp Kiefer (von links) will die Schwabenbühne im Sommer den Brandner Kasper im Freilichttheater am Illertisser Schloss aufführen.

Dafür war die Schwabenbühne im Winter erfolgreich. Für Tribünenneubau soll ein Kredit aufgenommen werden

Eine gemischte Bilanz musste die Schwabenbühne in ihrer Jahresversammlung ziehen: Die Produktionskosten für den Freilichtsommer mit 90000 Euro waren nur zu 48 Prozent eingespielt worden, beim Tourneetheater im Winter kamen sie auf ihre Kosten. „Aber das Schöne ist doch“, so Vorsitzender Dirk Tiefenbach, „dass es allen Spaß gemacht hat, obwohl viel geprobt wurde“.

Dass wenig Publikum zu „König Drosselbart“ und Till Eulenspiegel gekommen war habe am Wetter gelegen, hieß es, obgleich die Eulenspiegel-Inszenierung nicht überall gleich gut angekommen sei. Beim Winterstück „Meisterboxer“ führten sie die Auslastung von 84,7 Prozent auf sehr früh gelegte Spieltermine zurück, sodass sich der Erfolg noch nicht so herumgesprochen habe. Noch im Vorjahr hatte die Schwabenbühne die gesamte Spielzeit mit erfreulicherer Bilanz abgeschlossen.

Dennoch zog der 2014 für zwei Jahre neu gewählte Vorsitzende vielfach gute Zwischenbilanz. Der fürs Auswählen der Stücke gebildete Lesekreis sei ein „Volltreffer“ gewesen, wobei sich bewährt habe, auch Nichtschauspieler einzubeziehen. Zudem wurden als feste Ressorts „Fundus“ und „Verpflegshäusle“ geschaffen, die bis zu den Wahlen nächstes Jahr noch gemeinsam betreut werden. Dank eines gebrauchten WC-Containers ist die Zahl der Toiletten von zwei auf fünf gestiegen. Auch die von TÜV-Abnahmen der Vorjahre bekannten Probleme bei der Holztribüne mit Baujahr 1970 wurde angesprochen. Seit 1986 steht sie in Illertissen und zählt zu den sogenannten „fliegenden Bauten“ für Auf- und Abbau, weswegen aus Sicherheitsgründen immer wieder Bretter zum Austausch fällig werden. Eine feste Tribüne ist also erstrebenswert, doch dafür wünscht sich der Vorsitzende eine längere Pachtzusage der Immobilienverwaltung. Bislang wird sie jährlich erneuert und Tiefenbach hofft auf Unterstützung der Stadt: „Ein fester Bau macht nur Sinn, wenn wir länger planen können, zumal dafür eine Kreditaufnahme erforderlich ist.“ Weitere Investitionen stehen zum Erhalt der Tenne, dem Häuschen im Bühnenhintergrund und der Elektrik bevor. Neben dem Aufstellen von Konzept und Finanzplan gelte es, so der Vorsitzende, die Satzung zu modernisieren und die alte Buchhaltung aufzuarbeiten.

Bürgermeister Jürgen Eisen würdigte das Theaterschaffen der Schwabenbühne als ein nicht selbstverständliches Engagement, das aber gerade einen festen Bestandteil im Illertisser Kulturleben darstelle. Daher würde er dem Wintertheater gerne mehr Platz einräumen, als ihn die historische Schranne zu bieten hat. Eisen: „Nun freue ich mich auf den Brandner Kaspar auf unserer Freilichtbühne. Die Inszenierung übernimmt wieder das Regie- und Ausstattungsteam mit Markus Bartl und Philipp Kiefer. Premiere ist am 26. Juni. Einen guten Monat früher, am 17. Juli, spielt das Jugendensemble „Momo“, eine Inszenierung von Richard Aigner.

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