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Landkreis Neu-Ulm

11.04.2016

Frühjahrsputz an der A7: Tote Tiere und gestohlene Geldbeutel

Vermehrt gesichtet: Müllsäcke an der Autobahn A7.
Bild: Denis Dworatschek

Was die Autobahnmeisterei an den Schnellstraßen im Landkreis Neu-Ulm findet.

Hier ein totes Tier, da ein verrostetes Auspuffrohr und ein alter Reifen, ein paar Meter weiter ein Geldbeutel und ein Schlüsselbund: Es ist ein kunterbuntes Sammelsurium, das die Angestellten einer Reinigungsfirma in diesen Tagen an den Rändern der A7 zwischen Illertissen und Neu-Ulm vorfinden. Im Auftrag der Autobahnmeisterei in Vöhringen machen sie seit einigen Tagen „Frühjahrsputz“ an der A7 und der B28.

Geldbeutel? Schlüsselbund? Thomas Lilge von der Autobahnmeisterei wundert bei der immer nach den Wintermonaten stattfindenden Aktion an den Schnellstraßen nichts mehr. Er geht davon aus, dass es sich dabei um Diebesgut handelt, das von den Tätern mit einem Wurf aus dem Auto wieder entsorgt wurde. Denn meist ist in den gefundenen Geldbörsen von Scheinen und Münzen keine Spur mehr, wohl aber von Ausweisen oder anderen persönlichen Hinweisen auf die einstigen Besitzer. „Wenn es eindeutig ist, dann versuchen wir umgehend mit den Personen Kontakt aufzunehmen. Man möchte ja jedem den Gang auf die Behörde ersparen“, erklärt Lilge. Wird kein Besitzer gefunden, werden die Fundsachen an die Polizei gemeldet und dann an die umliegenden Fundbüros weitergegeben.

Rund 35 Kubikmeter an Unrat sammeln die Helfer der Autobahnmeisterei laut Lilge jedes Jahr an den Seiten- und Mittelstreifen der A7 und der B28 ein und lagern diese in großen Säcken am Straßenrand, ehe diese abgeholt werden.

Frühjahrsputz an der A7: Tote Tiere und gestohlene Geldbeutel

Doch der Müll der Autofahrer aus den Wintermonaten ist nur ein Grund für die alljährliche Putzaktion. Zum einen werden die Schächte der Mittelstreifen gereinigt, was erheblich ist für die Verkehrssicherheit. Bei Niederschlag dienen sie der Oberflächenentwässerung und verhindern so das Überfluten der Fahrbahn. Zum anderen werden grobe Gegenstände von den Seitenstreifen entfernt, die bei den anschließenden Mäharbeiten, die Fahrzeuge oder die Ausrüstung beschädigen könnten. Die Kosten der Frühjahrsreinigung belaufen sich laut Lilge auf 5000 Euro.

Zusätzlich zu der Aufräumaktion, werden im Teilabschnitt zwischen Vöhringen und Illertissen die alten Schutzleitplanken durch Neue ersetzt. Autofahrer müssen sich dort daher in den nächsten Wochen auf Verkehrsbehinderungen einstellen, da die Fahrbahnen auf diesem Abschnitt partiell auf beiden Seiten verengt werden müssen. Bezüglich der laufenden Arbeiten appelliert Lilge an die Autofahrer: „Es wäre schön, wenn diese mehr Rücksicht auf die Arbeiter nehmen würden. Immerhin sind die Personen sehr nah an der Fahrbahn im Einsatz.“

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