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Abschied

30.07.2016

Fürs Arbeitsleben gut gerüstet

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Stellvertretender Landrat Roland Bürzle überreichte bei der Abschlussfeier der Staatlichen Berufsschule Illertissen im Namen der Regierung von Schwaben Urkunden an die Schüler, die in ihrem Zeugnis einen Notendurchschnitt von mindestens 1,20 erreicht hatten. Von links: Roland Bürzle, Maurice Niczkowiak, Angelina Schmid, Michaela Hofmaier, Silvio Behrens, Prisca Hoeise, Nadine Feldmann, Schulleiter Klaus Hlawatsch und Stephanie Blocher-Nägele.

Berufsschule verabschiedet die Absolventen und ehrt die Besten

Auch das Berufsschuljahr ist zu Ende gegangen. 136 Absolventen der Staatlichen Berufsschule Illertissen haben sich jetzt mit Eltern, Lehrern und Gästen aus Wirtschaft und Politik zur Abschlussfeier in der Schranne getroffen – und vernahmen kritische Worte des Illertisser Bürgermeisters in Richtung Landkreis.

Die Abschlussfeier begann mit einem geistlichen Impuls des Religionslehrers Gerhard Müller. Als Symbol für den neuen Lebensabschnitt der Absolventen nannte er die Büroklammer. Richtig gebogen sei diese eine große Hilfe mit vielen Funktionen. „Sie hält zusammen, was zusammen gehört und lässt lose, was nicht zusammenpasst.“ Mit dem Ausruf „endlich geschafft“, fasste Schülersprecherin Anna Hagen in Worte, was viele der Schüler wohl dachten. Und mit dem Zitat „Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren“, dachte sie auch an die Zukunft.

Der Bürgermeister der Stadt Illertissen, Jürgen Eisen, gratulierte und stellte fest, dass es in Deutschland noch nie so vielfältige Möglichkeiten gab, einen Beruf zu erlernen und sich in diesem zu entwickeln. Der Landkreis Neu-Ulm sei stolz, sich Bildungsregion nennen zu dürfen und habe in den vergangenen Jahren viel Geld in den Ausbau weiterführender Schulen gesteckt. Die Berufsschulen stünden jedoch im Windschatten der Bildungsdebatte. Angesichts des drohenden Fachkräftemangels sollte der Landkreis sich Gedanken machen, wie die Standorte der Berufsschulen für die Zukunft gerüstet werden können. Kritisch merkte er an, dass er bei einem Besuch der Illertisser Berufsschule festgestellt habe, dass sich seit seiner Zeit als Schüler dort – also seit rund 35 Jahren – nur wenig oder gar nichts am Gebäude getan habe.

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„Ausbildung sowie berufliches Wissen und Können kann einem Menschen niemals genommen werden, ganz gleich, welches Schicksal er erleidet“, bemerkte Stellvertretender Landrat Roland Bürzle. Er lobte die außergewöhnliche Personal- und Organisationsleistung der Berufsschulen bei Unterbringung und Ausbildung der Asylbewerber.

Schulleiter Klaus Hlawatsch hielt fest, dass die Berufsschule in der heutigen Zeit neben ihrer pädagogischen auch eine sozialpolitische Aufgabe habe. Schlecht ausgebildete Menschen seien auch in Zeiten der Vollbeschäftigung mehr von Arbeitslosigkeit betroffen. Neu sei, die gesellschaftspolitische Herausforderung, in Deutschland angekommene Menschen in die Gesellschaft zu integrieren. Dies gelinge in Bayern durch die qualitativ hervorragende Berufsausbildung besser als in anderen Bundesländern. Anschließend erhielten die Berufsschüler ihre Abschlusszeugnisse. Die Klassenbesten wurden vom Bürgermeister besonders geehrt. Zuletzt vergab der stellvertretende Landrat die Staatspreise und Thomas Kurz von der Firma Butzbach die „Max Awards“.

Diese Absolventen mit einem Notendurchschnitt bis 1,20 erhielten einen Sachpreis der Stadt Illertissen und eine Urkunde der Regierung von Schwaben: Stephanie Blocherer-Nägele, Verena Hannak, Nadine Feldmann, Silvio Behrens, Maurice Niczkowiak, Prisca Hoeise, Michaela Hofmaier und Angelina Schmid.

Die weiteren Preisträger mit einem Notendurchschnitt bis 1,50: Gregor Reins, Stephanie Link, Veronika Werner, Jamaica Baldon- Tomatao, Alvan Dursun, Carolin Buck, Julia König, Sebastian Reiß und Marc Hohenegg.

Thomas Kurz von der Firma Butzbach verlieh den Förderpreis „Berufliche Bildung“ im Landkreis Neu-Ulm – den Max Award – an Gregor Reins und Schulsprecherin Anna-Lena Hagen. Nominiert wurden auch Stephanie Link und Manuel Drescher.

Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Klarinettentrio „Klappe zu“ der Musikschule „Dreiklang“. Lehrer Ralph Hoyer führte humorvoll durch das Programm.

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