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Aktion

13.06.2017

Gartenfreunde zeigen, was man aus Rosen alles machen kann

Sissi Hiller (im dunklen Kleid) schenkt selbst gemachte Rosenbowle aus, die bei dem heißen Wetter am Samstag angenehm erfrischte.
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Sissi Hiller (im dunklen Kleid) schenkt selbst gemachte Rosenbowle aus, die bei dem heißen Wetter am Samstag angenehm erfrischte.

Experten aus dem Landkreis Neu-Ulm bildeten mit ihrem blumig dekorierten Pavillon den Blickfang für Besucher der Jungviehweide. Was es dabei zu erleben gab

Rosige Aussichten und wissenswerte Einblicke fanden am Samstag die Besucher auf der Jungviehweide in Illertissen vor. Bestes Wetter hatte zum Bummeln und Spazierengehen gelockt, sodass den Obst- und Gartenbauvereinen Reutti-Jedelhausen sowie Ober- und Unterelchingen mit ihrem Pavillon voll Rosen viel Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Sie haben sich an der Aktion des Museums der Gartenkultur „Gartenwissen aus erster Hand“ beteiligt und mitten auf der Wiese ihre Rosenausstellung aufgebaut.

Neben vielen Rosenfreunden aus dem Landkreis war auch Familie Hornung auf ihrem Streifzug über die Jungviehweide bei den Ständen hängen geblieben – und begeistert. „Wir machen Familientreffen mit Urlaub in Krumbach und haben dort erfahren, dass sich ein Besuch rund um Staudengärtnerei und Museum lohnt“, sagt Claudia Hornung. Nun sind sie überrascht über die auf dem Gelände gebotene Vielfalt.

Im Rosenpavillon verkosten sie die von Sissi Hiller selbst angesetzte Rosenbowle. Als Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Oberelchingen kann sie dazu aus der Geschichte erzählen: „Schon im Altertum wurde ein Getränk namens Conditum aus duftenden Rosenblüten mit Wein und Zutaten wie Lorbeer, Mastix und Gewürzen zubereitet.“

Nicole Hornung zeigt sich über die Pracht von 90 ausgestellten Rosen, zumeist direkt aus Unterelchingen, beeindruckt. Der Nachbarverein hat sie zusammengetragen und in beschrifteten Glasvasen präsentiert. „Ich habe selbst 50 Sorten in meinem Garten zu Hause“, sagt Hornung und bewundert die unterschiedlichen Farben und Duftnoten. Felicitas Mayr, Vorstandsmitglied in Unterelchingen, kennt viele Details: „Die Aspirin-Rose ist die pflegeleichte Rose für Einsteiger, für jedermann“, sagt sie. Ganz anders verhalte es sich mit sogenannten historischen Rosen, deren Züchtungen Jahrhunderte zurückreichen. Sie blühen in der Regel einmal, dafür aber intensiv pro Saison und brauchen Platz, da es sich meist um Strauchrosen handelt.

„Als meistverkaufte Rose galt die Sorte Gloria Dei‘“, weiß Felicitas Mayr. Und bei dem Begriff „englische Rose“ handle es sich um Nachzüchtungen von David Austin, der neue Pflanzen mit dem Aussehen und Duft der historischen Vorgänger züchte. Das erste, als gelungen bezeichnete Exemplar sei 1961 die „Constance Spray“ gewesen, so Mayr weiter. „Rosenliebhaber, die auf Nummer sicher gehen wollen“, so Mayr, besorgen sich Rosen mit dem Siegel „Anerkannte deutsche Rosen-Neuheiten-Züchtung“ – ADR-Rosen – die besonders widerstandsfähig sind.

Den langen Tisch mit Rosen-Bouquets und stilvollen Arrangements hat Brigitte Müller vom Obst- und Gartenbauverein Reutti -Jedelhausen dekoriert. Sie ist stellvertretende Vorsitzende und verrät ihre neueste Dekoidee: „Auf schwarzen Holzkohlestücken kommen die Farben der Rosen doppelt so schön zur Geltung.“

Erster Vorsitzender Hans-Georg Stein hat auch die Mischung für selbst hergestellten Rosendünger parat: Sie setzt sich zusammen aus getrocknetem Kaffeesatz, Eierschalen und Horngries. Er erzählt, dass die drei Vereine seit dem gemeinsamen Auftritt zum Thema Rosen bei der Landesgartenschau 2008 in Neu-Ulm ein eingespieltes Team seien. Sissi Hiller aus Oberelchingen ergänzt: „Auf die Anfrage von Gartenfachberater Rudolf Siehler hin haben wir uns gerne der Veranstaltungsreihe im Museum der Gartenkultur angeschlossen.“ Dabei war ihnen das Umfeld nicht fremd: „Wir arbeiten schon lange zusammen.“

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