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Vöhlinstraße

01.12.2016

Gehöft soll zwei Wohnhäusern weichen

Dieses Gehöft an der Illertisser Vöhlinstraße soll zwei Häusern mit insgesamt 14Wohneinheiten weichen.
Bild: Ralph Patscheider

Stadträte befürworten Bauvoranfrage mehrheitlich. Es gibt auch Gegenargumente

Nicht nur die Straße wird saniert, angrenzend soll demnächst auch neuer Wohnrum entstehen. Investoren aus Hörenhausen wollen an der Illertisser Vöhlinstraße, östlich der Abzweigung „Auf der Point“, zwei Häuser mit insgesamt 14 Wohneinheiten und einer Tiefgarage errichten. Dazu muss ein Gehöft weichen. Es soll abgerissen werden. Die Voranfrage zum Bau der zweigeschossigen Häuser mit Satteldächern sowie einmal neun und einmal fünf familiengerechten Wohnungen haben die Stadträte in ihrer Sitzung am Dienstag mit 22:1-Stimmen gutgeheißen. Amalie Speiser hatte dagegen votiert. „Wir bauen und genehmigen nur noch große Häuser für viele Menschen und viele Autos. Wir wollen Landstadt sein, aber wo bleibt unser Verständnis für Wohnqualität“, mahnte sie gegenüber ihren Stadtratskollegen an. Ansgar Bauer entgegnete: „Wo sollen wir Wohnraum verdichten, wenn nicht innerstädtisch. Laut Heide-Ritsche Thoma fehlt in Illertissen vor allem Wohnraum für Singles. Andreas Lanwehr fragte sich, ob die in der Tiefgarage vorgesehenen Parkplätze und die sieben möglichen Stellflächen entlang der Vöhlinstraße für die Anzahl der Bewohner und deren Besucher ausreichen werden. Laut Planer Dirk Hübner ist bei 27 Parkplätzen für 14 Wohneinheiten das in der Stellplatzverordnung geforderte Verhältnis von 1,75 erfüllt.

Laut Bürgermeister Jürgen Eisen wird in der nächsten Bauausschuss-Sitzung über Stellplatz-Anforderungen für das innerstädtische Sanierungsgebiet beraten. Wilhelm Fischer hätte sich gewünscht, dass einer der für Illertissen tätigen Städteplaner das Vorhaben begutachtet. Das koste nur wieder Geld, entgegnete Eisen. Nichts einzuwenden sei aber, wenn die Bauherren den Städteplaner auf ihre Kosten befragten. Planer Hübner würde das Projekt gerne ohne Entwicklung eines Bebauungsplans durchziehen, weil das eine Verzögerung von rund einem Jahr mit sich bringe. Damit beantwortete er indirekt eine Frage von Susanne Kränzle-Riedl, ob der Bau mit der Sanierung der Vöhlinstraße kollidieren werde. „Mit der Straßensanierung fangen wir vor 2018 nicht an. Bis dahin sollten die Anschlüsse für die Wohnhäuser erledigt sein“, meinte auch Hochbauamtsleiter Manfred Norrenbrock. Aus Sicht von Arthur Schlosser ist das auch notwendig. Als Anwohner der Vöhlinstraße weiß er um die Probleme auf der Gefällstrecke nach Starkregen. „Dann haben die Bauherrn beste Chancen, dass die Tiefgarage vollläuft“, unkte er. Helga Sonntag hatte Bedenken wegen des Lärmschutzes an der „lauten“ Vöhlinstraße, stimmte aber, wie die große Ratsmehrheit, der Voranfrage zu.

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