Fachmesse

25.03.2013

Gelebte Inklusion

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Einen Dichtring in dieses Werkstück einzubringen ist ohne Hilfsmittel schwierig. Berufsschüler konstruierten Vorrichtungen, die das mechanisch oder mit Hydraulik erleichtern.

Berufsschüler bauten Montagevorrichtungen für leichteres Arbeiten

Illertissen Schon zum dritten Mal präsentierten Schüler der Staatlichen Berufsschule Vorrichtungen, die sie für die Heggbacher Behindertenwerkstätten erstellt haben. Durch die Zweckbestimmung ihrer Montagehilfen wird die Lernortkooperation (LEKO) mit den Ausbildungsbetrieben um eine soziale Komponente erweitert und noch inniger verzahnt. Den Auszubildenden vermittelt es viel Freude, mithilfe ihrer Konstruktionen den Behinderten Arbeitserleichterungen zu ermöglichen.

In seiner Begrüßung zur „Fachmesse für Montagehilfen“, zu der sich Vertreter des Landratsamts und der Ausbildungsbetriebe eingefunden hatten, stellte Direktor Josef Petz heraus: „Ganzheitliches Lernen, fächerübergreifender Unterricht und Motivation auf Nutzen und Bedeutung des Lerngegenstandes verbinden sich in idealer Weise.“ Was Walter Egelhofer, Werkstattleiter der Heggbacher Werkstätten „Gelebte Inklusion“ nannte, wurde anschließend namens des Lehrerteams von Ludwig Rapp und von den Auszubildenden selbst vorgestellt. Wieder waren durch eifriges Tüfteln Probleme gelöst und für die Behinderten Vorrichtungen konstruiert worden, mit deren Hilfe sich Arbeitsabläufe vereinfachen lassen.

Vier Teams mit jeweils fünf Schülern

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Diesmal gab es drei verschiedene Aufträge: Mit möglichst wenigen Montageschritten sollte erstens ein Gummi- und dann ein Kunststoffring in ein Werkstück eingepresst werden. Außerdem galt es, eine Vorrichtung zum festen Verschrauben von Schlauchanschlüssen zu konstruieren. Um die Lösung der Probleme bemühten sich vier Teams mit jeweils fünf Schülern. Die Auszubildenden verwirklichten dabei viele eigene Ideen. In einem Fall hatten sie sogar eine Gefährdungsanalyse erarbeitet.

Die Ausstellung wurde mit großem Interesse, vor allem auch seitens der jüngeren Schüler, aufgenommen. Alle Arbeiten sind für Teile des Ufo-Hochdruckbodenreinigers der Firma Kränzle bestimmt und müssen in großer Stückzahl, etwa 25 000 im Jahr, hergestellt werden. An einem fertigen Gerät demonstrierte Firmenchef Josef Kränzle die einzelnen Funktionen.

Außer viel Lob für die Schüler gab es seitens der Schule noch vier Preise: für die beste behindertengerechte Ausführung, für die pfiffigste Lösung, für die beste Präsentation und für die beste handwerkliche Ausarbeitung.

Zur Messe hatte die Berufsfachschule für Hauswirtschaft wie immer beim Catering ideenreich kreierte Schmankerln vorbereitet.

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