Buch

01.12.2015

Gelungene Premiere

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2 Bilder
Vorsitzender Markus Pfister (rechts) gratuliert dem geehrten Reimar Baum.
Bild: Schmid

In der Rothtalhalle schließen sich die Musikvereinigungen Buch und Tiefenbach zum ersten Mal zu einem Projektorchester zusammen. Ein erfolgreicher Abend mit einem Abschied.

Es war ein besonderes Konzert, und das in mehrfacher Hinsicht: Am Samstag hatten sich die Musikvereinigungen Buch und Tiefenbach in der Rothtalhalle zu einem gemeinsamen Projektorchester zusammengeschlossen. Eine Besonderheit, die für viele Kapellen zukunftsweisend sein könnte, denn so bekommen auch kleinere Vereine die Chance, Werke aufzuführen, die sonst über ihren Möglichkeiten lägen. Außerdem dirigierte Reimar Baum nach zehn Jahren sein letztes Konzert am Bucher Chefpult.

Abwechselnd mit dem Tiefenbacher Dirigenten Hubert Glogger leitete er ein gelungenes Programm, das von Selina Moro sympathisch moderiert wurde. In der einleitenden „Festliche Ouvertüre“ von Friedrich Smetana konnte das Orchester in Klangschönheit schwelgen. Als dann die Reise zu „Orpheus in der Unterwelt“ ging, riss Hubert Glogger das Publikum mit dem berühmten „Can Can“ zu tosendem Beifall hin. Reimar Baum führte mit „Lead me Home“ des US-Army-Band-Stabsarrangeurs James L. Hosay in die zu Herzen gehende Gospelmusik, ehe er sein Publikum in die von Johan de Meij geschilderte vielfarbige Miniaturwelt „Madurodam“ lockte. Mit einem der schönsten Konzertmärsche, dem „Mars de Medici“ von Johan Wichers, setzte Hubert Glogger vor der Pause noch einen Glanzpunkt.

Schon bis zu diesem Moment hatte sich das gesamte Orchester durch Klangkultur und Spielfreude ausgezeichnet – dieser hervorragende Eindruck sollte sich im zweiten Teil noch verstärken. Da ließ Reimar Baum die „Kings of Brass“ aufstrahlen, und auch James Bond war in Form der fetzigen Filmmusik zu Besuch. Überzeugen konnten die Musiker auch bei der Polka „Die Liebste“ von Jaroslay Tvrdy. Reimar Baum setzte den offiziellen Schlusspunkt unter seine Dirigentenlaufbahn mit „As The Moon Whispers“ von Benjamin Yeo, einem schönen Klangbild eines Kleinkindes, das im Mondschein schläft.

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Das Experiment, aus zwei Kapellen eine zu machen, hatte sich bewährt, wobei besonders die verschiedenen Solisten hohes Lob verdient hatten.

Der Bucher Dirigent Reimar Baum wurde nach der anrührenden Interpretation des Brahms-Wiegenliedes „Guten Abend, Gut’ Nacht“ noch nicht vom Pult entlassen: Er musste sich zuvor noch mit „Vielen Dank für die Blumen“ bei Publikum und Orchester für den Applaus, seine Ehrung und das gelungene Konzert revanchieren.

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