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06.02.2015

Gema-Vertrag hilft der Musikschule

Instrumentalstunden werden aber um einen Euro teurer

Nach Bellenberg und Vöhringen hat nun auch Illertissen den Haushaltsentwurf der Musikschule Dreiklang für das laufende Jahr gebilligt. Der Kulturausschuss tat dies ohne Diskussion und einstimmig. Musikschul-Direktor Ralf Hoffmann hatte das Zahlenwerk zuvor als unspektakulär bezeichnet und freute sich zudem über zwei positive Veränderungen – eine allerdings mit Wermutstropfen. Für die Instrumentalschüler werden die monatlichen Unterrichtsgebühren um einen Euro angehoben. Der Grund: Der Deutsche Musikschulverband und die Gema haben einen Vertrag geschlossen, der das Kopieren von Notenmaterial zu Unterrichtszwecken regelt. Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, kurz Gema, wahrt Urheberrechte und Ansprüche von Komponisten und Autoren.

Haben die Musiklehrer oder -schüler bisher Noten kopiert, liefen sie Gefahr gegen diese Urheberrechte zu verstoßen und sich strafbar zu machen. Künftig führen die Musikschulen jährlich pro Schüler einen Betrag an die Gema ab und dürfen im Gegenzug die benötigten Noten kopieren. Das erleichtert die Arbeit mit den Musikschülern enorm. Die jährliche Gebühr, die an die Gema pro Instrumentalschüler abzuführen ist, steigt in den nächsten vier Jahren an; von 8,73 Euro in diesem Jahr bis auf 11,64 Euro in 2018. Dieser Betrag soll durch den um einen Euro erhöhten Monatsbetrag für Schüler, die ein Instrument erlernen, ausgeglichen werden.

Ebenfalls positiv sieht Hoffmann die Tatsache, dass der Freistaat nun bereit sei, sich in größerem Maße an den Kosten für das Lehrpersonal zu beteiligen. Früher hatte er vom Defizit, dass den Trägern (Kommunen) entsteht, nur neun Prozent getragen, aktuell sind es zehn bis elf Prozent und in der Zukunft soll der Zuschussanteil auf bis zu 25 Prozent ansteigen.

Die Musikschule wird das laufende Jahr laut Plan mit einer Unterdeckung von knapp 26000 Euro abschließen. Das Minus kann laut Hoffmann über Entnahmen aus den Rücklagen (100000 Euro) aufgefangen werden. Bei 696000 Euro Ausgaben müssen Vöhringen, Bellenberg und Illertissen heuer insgesamt 265420 Euro zuschießen. 577 Schüler werden aktuell unterrichtet, 224 davon kommen aus Illertissen.

Der Anteil von knapp 39 Prozent bedeutet einen Zuschussbetrag von knapp 112000 Euro. Vöhringen zahlt rund 94000 und Bellenberg 59000 Euro.

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