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08.11.2017

Gibt es Bucher erster und zweiter Klasse?

Manche Einwohner gelten als bevorzugt

Gibt es in Buch Bürger erster und zweiter Klasse? Diese Frage stand unwillkürlich im Raum, als der Marktrat bei seiner jüngsten Sitzung die bereits vor 20 Jahren festgelegten Vergabekriterien für gemeindliche Bauplätze genauer unter die Lupe genommen hat. Am Ende einer teilweise kontrovers geführten Diskussion beschloss das Gremium gegen die Stimmen der UWG-Markträte Wolfram Dauner, Franz Eberl und Gernot Mair, die fünf Kriterien, die in den vergangenen Jahren nicht benötigt wurden, beizubehalten.

Laut Meinung des UWG-Marktrats Eberl sprechen diese Vergabekriterien gegen das Antidiskriminierungsgesetz. Dass Bürger, die bereits von Geburt an in Buch leben, dafür 100 Punkte erhalten, sieht sein Fraktionskollege Gernot Mair als Ungleichbehandlung gegenüber junger Familien, die erst ein paar Jahre in der Gemeinde wohnen, und dann bauen möchten. „Wenn Reingeschmeckte anders behandelt werden als die Bucher, dann haben wir Bürger erster und zweiter Klasse“, sagte Wolfram Dauner und schlug vor, dass das Punktesystem erst ab dem Alter von 25 Jahren zur Anwendung kommen soll: „Ich möchte, dass alle Bucher gleich behandelt werden!“

Vergabekriterien bleiben wie bisher bestehen

„Wir sollten schauen, dass heimische Bürger und junge Leute, die in der Gemeinde und den örtlichen Vereinen aufgewachsen sind, bei der Vergabe von Bauland begünstigt werden“, sagte CSU-Mann Gerhard Unglert. Auch Andreas Vogel (Freie Bürger Buch) stimmte ihm zu und findet es in Ordnung, dass Einheimische bei der Zuteilung von Bauplätzen bevorzugt werden. „Bisher konnten wir immer mehr Plätze anbieten, als benötigt wurden“, so auch Gottfried Sauter ( CSU).

Bisher und in Zukunft gelten folgende Vergabekriterien für einen Bauplatz in Buch: Hauptwohnsitz in Buch (maximal 100 Punkte); Wartezeit (maximal 50 Punkte); Kinder (maximal 40 Punkte); soziale Komponente (maximal 30 Punkte) und vorhandenes Wohneigentum (abzüglich 25 Punkte).Zur Geltung kommen diese Kriterien beispielsweise, wenn zwei Bauwerber denselben Bauplatz möchten. Derjenige, der dann die höhere Punktzahl erzielt, erhält den Zuschlag für die Fläche. (clb)

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