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Illertissen

20.04.2019

Gibt es in Illertissen eine offene Drogenszene?

Das möchte man beim Stadtputz nicht wirklich anfassen.
Bild: R. Langhans

Wie die Polizei den Fund eines Spitzbestecks bei der Aktion „Saubere Stadt“ bewertet

Es war ein ekliger Fund: Bei der Reinemach-Aktion „Saubere Stadt“ in Illertissen ist im Umfeld des Bahnhofs eine benutzte Drogenspritze entdeckt worden – was in Großstädten möglicherweise zum Alltag gehört, sorgte in der Vöhlinstadt für Aufsehen. Zumal bislang nicht davon ausgegangen wurde, dass es eine so genannte „offene Drogenszene“ gibt. Ist die Annahme falsch?

Was ist eine "offene Drogenszene"?

Das kommt darauf an, was man unter einer offenen Drogenszene genau versteht, sagt Polizeichef Franz Mayr. Von einer Situation in Metropolen, wo etwa im Umfeld von Bahnhöfen Heroin verkauft und auch offen konsumiert werde, sei Illertissen sehr weit entfernt. „Hier gibt es sicher keinen Brennpunkt.“ Dass sich ein Abhängiger in der Öffentlichkeit Drogen spritzt, komme allerdings mitunter vor.

Süchtige konsumieren gleich nach dem Kauf

Süchtige konsumierten die Drogen oft unmittelbar nach dem Kauf, weiß Mayr. Die benutzten Spritzen wollten Betroffene aus Angst vor Kontrollen danach nicht mit sich herum tragen. Die Polizei bestreife die öffentlichen Plätze in Illertissen regelmäßig, betont Mayr. Dazu gehöre unter anderem der Bahnhof. Dass dabei von Zeit zu Zeit benutzte Spritzen gefunden werden, sei Teil des „polizeilichen Alltags“. (caj)

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