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Vöhringen

07.04.2019

„Giganten der Klaviermusik“ im Eychmüller-Haus

Georg Michael Grau (Flügel), Aglaja Vollstedt (Violine), Felix Weischedel (Bratsche) und Michael Brosch (Cello) spielten Werke von Mozart und Schumann.
Bild: Balken

Vier junge Künstler präsentieren Werke von Mozart und Schumann im Vöhringer Kulturzentrum.

Die Musiker um den Pianisten Georg Michael Grau sind in Vöhringen fast schon alte Bekannte. Sie waren im vergangenen Jahr im Kulturzentrum präsent und gaben erst unlängst wieder ein Konzert, bei dem der Kontrabass aus seinem Schattendasein geholt wurde. Jetzt wurde das Piano in den Mittelpunkt gerückt. Der Abend war überschrieben mit dem Titel: „Giganten der Klavier-Kammermusik“. Rund 30 Zuhörer hatten sich im Oberen Foyer eingefunden, ein idealer Ort für Konzerte in kleinem Rahmen, aber auch für Musiker eine Herausforderung wegen der Überakustik, die sich je nach Besetzung einstellt.

„Giganten der Kaviermusik“ kommen beim Publikum gut an

Giganten der Klaviermusik sind in der Musikgeschichte Wolfgang Amadeus Mozart (1756 - 1791) und Robert Schumann (1810 - 1856). Von Mozart ist bekannt, dass gerade er sich mit keinem Instrument so ausgiebig befasst hat wie mit dem Klavier. Aber auch Schumann machte das Instrument zum virtuosen Solisten.

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Beim jüngsten Konzert in Vöhringen stand Mozarts Klavierquartett Es-Dur 493 mit den Sätzen Allegro, Larghetto und Allegretto am Beginn. Schon der erste Satz sprühte vor lebendiger Kraft, die Pianist Georg M. Grau dem Flügel zu entlocken wusste. Der zweite Satz lebte von Solosequenzen, die ähnlich wie bei einer Kadenz mit einem Triller endeten. Die übrigen Solisten Aglaja Vollstedt (Violine), Felix Weischedel (Bratsche) und Michael Bosch (Cello) nahmen die Melodie auf. Der dritte Satz stellte höchste technische Ansprüche an den Pianisten. Grau meisterte aber nicht nur allein die Technik – er interpretierte auch glänzend. Seine Hände glitten über die Tasten hinweg, es schien als berührte er sie kaum.

Das nächste Konzert steht schon bevor

Das zweite Klavierquartett an diesem Abend war das Werk in Es-Dur opus 47 von Robert Schumann, ein Komponist aus der Blütezeit der Romantik. Langanhaltenden Klängen, getragen von ernster Feierlichkeit, bei denen die drei Streicher-Solisten wie der Pianist eine melodische Einheit bildeten, folgte ein im Tempo forcierter Teil – von Schumann als „Allegro ma non troppo“ bezeichnet. Dem lebendigen „Scherzo“ im zweiten Satz schloss sich ein wunderschönes „Andante cantabile“ an, in dem die Zuhörer nur so in Musik schwelgen konnten. Diese Fülle an berauschenden Klängen setzte sich im Finalsatz „Vivace“ fort.

Das Quartett mit Aglaja Vollstedt (Geige), Felix Weischedel (Bratsche), Michael Bosch (Cello) und Georg Michael Grau am Flügel überzeugte mit einer intensiven Hinwendung zur Musik, der sich die Zuhörer nicht entziehen konnten. Beide Klavierkonzerte der Kammermusik sind grundverschieden. Der besondere Charme des Abends lag an dem vier jungen Musikern, die mit einer Freude musizierten, die die Besucher mit viel Applaus belohnten.

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So wird man auf das nächste Konzert gespannt sein, das am 1. Juli wieder im Wolfgang-Eychmüller-Haus stattfindet – unter dem Motto „Klavierduo tritt Posaune“.

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