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Glyphosat: Bauern tragen nicht allein Verantwortung

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Kommentar Von Madeleine Schuster
13.06.2018

Beim Kauf von Lebensmitteln sind auch Verbraucher in der Pflicht. Sie bestimmen mit, was langfristig in den Regalen landet.

Ein glyphosatfreies Illertissen: Das klingt im ersten Moment gut, schließlich kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Unkrautvernichter schädlich für den Menschen ist. Glyphosat von gemeindeeigenen Flächen zu verbannen, wäre jedoch nichts weiter als ein Tropfen auf den heißen Stein – zumal das Herbizid auf Grünflächen, die die Stadt pflegt, überhaupt nicht eingesetzt wird.

Eine umweltverträgliche Landwirtschaft wird nicht durch das Verbot eines einzigen Herbizids geschaffen. Im Gegenteil: Entfällt der Einsatz von Glyphosat, stehen andere Pflanzenschutzmittel bereit, die dieses Loch füllen können – und unter Umständen noch giftiger sind. Statt Landwirte mit weiteren Verboten zu belasten, sollten Anreize geschaffen werden, warum sich ein ökologischer Ackerbau für sie lohnt. Und das kann nicht nur eine Stadt, indem sie Zuschüsse vergibt, sollte ein Bauer auf den Einsatz chemischer Mittel verzichten.

Auch Verbraucher sind in der Pflicht. Schließlich bestimmt jeder Bürger mit seinem Einkaufsverhalten selbst, welche Produkte es auf Dauer in den Supermarkt schaffen. Langfristig wird sich erst dann etwas ändern können, wenn auch Kunden dazu bereit sind, mehr für Lebensmittel zu bezahlen.

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