Newsticker

Börsengang des Tübinger Biotechunternehmens CureVac erwartet
  1. Startseite
  2. Lokales (Illertissen)
  3. Gräber in Osterberg sollen viel teurer werden

Osterberg

15.11.2019

Gräber in Osterberg sollen viel teurer werden

Die Aussegnungshalle wird wohl nicht neu gebaut, sondern nur saniert. Sie zu nutzen, könnte ebenfalls deutlich teurer werden.
Bild: Armin Schmid

Der Osterberger Gemeinderat nimmt Abstand vom Neubau der Aussegnungshalle. Die Friedhofsgebühren werden trotzdem steigen.

Der geplante Neubau der Aussegnungshalle in Osterberg ist nun vom Tisch. Nachdem 2015 erst über eine Sanierung gesprochen wurde, kam anschließend die Idee auf, das Gebäude – dann mit Toiletten – neu zu errichten. Da es jetzt aber auch im neuen Pfarrheim entsprechende Sanitäranlagen gebe, habe sich dieser Plan erübrigt. So erklärte Bürgermeister Rainer Schmalle kürzlich in einer Sitzung des Gemeinderats.

Schmalle sagte weiter, dass man nun wieder den Gedanken an eine Sanierung der Leichenhalle aufnehmen sollte. Entsprechende Finanzmittel seien schon in den Haushalt eingestellt. Die Osterberger Gemeinderäte wollen das gemeinsam mit Pfarrer und Kirchenverwaltung besprechen.

Friedhof muss wohl nicht umgestaltet werden

Der Bürgermeister erläuterte auch, dass eine Umgestaltung des Friedhofbereichs im größeren Stil wahrscheinlich nicht mehr erforderlich sein werde. Man habe einen Bestatter gefunden, der über technisches Gerät verfüge, mit dem man auf den schmalen Friedhofswegen und der Hanglage klar komme. Es müssten also keine Grabsteine oder Grabstätten versetzt werden. Einen Bereich für Urnengräber sei bereits eingerichtet. Stelen sollen nicht aufgestellt werden. Die Urnen sollen auf kleineren Flächen, aber ebenfalls in einem Erdgrab bestattet werden.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Trotz allem werden die Gebühren für Grabstätten im Osterberger Friedhof, Begräbnisse und die Nutzung der Aussegnungshalle vermutlich kräftig ansteigen. Dies ist das Ergebnis einer neuen Gebührenkalkulation, die Planer Robert Roller kürzlich vorlegte. Laut Roller handelt es sich dabei um eine rechtssichere Kalkulationsbasis. Als Kalkulationszeitraum seien künftig vier Jahre angemessen.

Gemeinderat berät erst später über Gebühren

Die Gebühren für eine kleine Familiengrabstätte mit bis zu zwei Bestattungen würde von 248,50 Euro auf künftig 590 Euro ansteigen. Für die große Familiengrabstätte (vier Bestattungen) würden die Gebühren auf rund 800 Euro (bisher 497 Euro) steigen. Die Kosten für eine Familienurnengrabstätte würden von 124,25 Euro auf 290 Euro klettern. Nahezu verdoppeln würden sich auch die Nutzungsgebühren für die Aussegnungshalle. Bei einer Nutzung ab drei Tagen wären nicht mehr 164 Euro zu bezahlen, sondern 310 Euro. Die Gebühren für die Verlängerung des Nutzungsrechts für eine Grabstelle um ein Jahr würde sich ebenfalls in etwa verdoppeln. Bei einer großen Familiengrabstätte waren dies bislang 24,85 Euro pro Jahr. Künftig wären es dann 40 Euro.

Der Planer Roller erklärte vor dem Osterberger Gemeinderat auch, dass eine Verdoppelung der Gebühren bei der Bevölkerung schwierig zu vertreten sei. Er empfahl daher, die Gebührenanhebung auf zwei Kalkulationszeiträume zu verteilen. Gemeinderat Ignaz Gestle fügte an, dass man überlegen müsse, was man den Bürgern zumuten kann. Bürgermeister Rainer Schmalle betonte, dass es sich lediglich um eine Vorstellung der Gebührenkalkulation handele. Der Gemeinderat werde erst zu einem späteren Zeitpunkt beraten.

Lesen Sie auch: Auch in Osterberg steigen die Müllgebühren

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren