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Altenstadt

22.01.2019

Großes Fest in Altenstadt: Zwei Frauen feiern 180. Geburtstag

Gisela Haugg (links) und Frieda Mensch werden gemeinsam 180 Jahre alt. Die Bürgermeister Rainer Schmalle (links) und Ernst Wüst gratulierten.
Bild: Grimm

Gisela Haugg und Frieda Mensch sind Zwillingsschwestern. Obwohl sie auf dem selben Hof aufwuchsen, verliefen ihre Leben völlig unterschiedlich. Zum Geburtstag blickten sie zurück.

Ein ganz besonderes Jubiläum konnte das Zwillingspaar Frieda Mensch und Gisela Haugg am vergangenen Freitag feiern: Ihren gemeinsamen 180. Geburtstag!

Gisela heiratete und bekam drei Kinder

Die Schwestern wurden im Januar 1929 in Weiler geboren und wuchsen auf dem Bauernhof der Familie Mensch mit vier Brüdern und einer weiteren Schwester auf. Die weiteren Lebensläufe der beiden Zwillinge verliefen dann aber völlig unterschiedlich. Gisela heiratete. Im Jahr 1954 feierte sie ihre Hochzeit mit Franz Haugg. Das frisch vermählte Paar bewirtschaftete danach noch wenige Jahre lang den Bauernhof in Weiler, auf dem Franz Haugg aufgewachsen war. Das Ehepaar bekam zwei Töchter und einen Sohn. Giselas kümmerte sich nun hauptsächlich um ihren Haushalt und um die Erziehung der Kinder, während ihr Mann beim Arbeiten war. Nebenbei trug sie viele Jahre lang die Illertissen Zeitung in ihrem Heimatort Weiler aus.

Giselas Kinder heirateten in den 1970er und 1980er Jahren. Mittlerweile ist sie Oma von sieben Enkelkindern und Uroma von vier Urenkeln. Seit ihr Mann 1992 starb, lebt sie allein in ihrem Haus. Sie versorgt aber nicht nur den Haushalt, sondern pflanzt und erntet eigenes Gemüse in ihrem Garten und war bis vor wenigen Jahren noch selbst beim „Holzmachen“ im Wald dabei. Im vergangenen Spätsommer beteiligte sie sich sogar noch aktiv beim Sägen und Stapeln des Brennholzes in ihrem Hof. Solang es ihre Gesundheit zuließ, nahm sie die meisten ihrer Termine selbst durch Fahrten mit dem Mofa und dem Fahrrad wahr.

Friede lebte in München und kam für ihren Ruhestand nach Altenstadt zurück

Frieda Mensch blieb ledig und kinderlos, aber hatte trotzdem ihr ganzes Leben lang mit Kindern zu tun. Bei den Töchtern und Söhnen ihrer Geschwister war sie eine gefragte „Dodi“ (Patin). Schon in jungen Jahren arbeitete sie in verschiedenen Haushalten in der näheren Umgebung, bis sie eine Stellung bei einem Ehepaar in München annahm, die sie bis zu Tod ihrer Chefin behielt. Dann zog sie nach Altenstadt und began ihren Ruhestand an. Beide Jubilarinnen sind bis auf einige altersbedingte „Wehwehchen“ so gesund, dass sie ihren jeweiligen Haushalt größtenteils selbstständig führen.

Bei der gemeinsamen Feier im Hotel Fischer in Altenstadt kamen zahlreiche Gäste aus der Verwandtschaft. Rainer Schmalle, Bürgermeister von Osterberg, und Ernst Wüst, zweiter Bürgermeister aus Altenstadt, gratulierten den beiden Damen im Namen ihrer Gemeinden und brachten auch kleine Geschenke mit.

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