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Gut, wenn sich das Fuggerschloss öffnet

Gut, wenn sich das Fuggerschloss öffnet
Kommentar Von Sabrina Schatz
30.08.2019

Die Babenhauser haben vergleichsweise wenige Berührungspunkte mit „ihrem“ Schloss. Das sollte sich ändern – und das wird es nun voraussichtlich auch.

Es thront über dem Ort, zieht die Blicke der Bewohner, Besucher und Durchreisenden auf sich und ist das Markenzeichen der Unterallgäuer Marktgemeinde: Das Fuggerschloss gehört zu Babenhausen wie die Krone zum König. Trotz der großen Bedeutung des Bauwerks haben die Babenhauser aber vergleichsweise wenige Berührungspunkte mit „ihrem“ Schloss. Das sollte sich ändern – und das wird es nun voraussichtlich auch.

Zuletzt fanden ein paar Konzerte im Ahnensaal statt, das Fuggermuseum hatte geöffnet, der Heimatforscher bot eine Führung „Babenhausen und sein Schloss“ an – doch damit endeten die Blicke der Öffentlichkeit hinter die Schlossmauern in diesem Jahr auch schon bald. In diesem Sommer nun entschieden sich das Haus Fugger und der Marktrat, den ehemaligen Ökonomietrakt in eine Kindertagesstätte umzubauen. Das ist eine große Chance. Für die Gemeinde, die ohnehin auf der Suche nach einer Option war, ihr Betreuungsangebot zu erweitern. Für die Familie Fugger, die brachliegende Teile des Areals beleben kann und eine Möglichkeit findet, die Sanierung der Gebäude finanziell zu stemmen. Für die Bevölkerung, die das Schlossgelände, das sie täglich sieht und das doch irgendwie geheimnisvoll bleibt, neu kennenzulernen.

Die Pläne, den Ökonomietrakt zu sanieren und mit Leben zu füllen, sind ein Schritt in die richtige Richtung. Weitere könnten folgen. Denn auch andere Bereiche des Areals würde das Fürstliche Haus in etwaiger Kooperation mit der Gemeinde und Investoren gerne aufwerten. Viel gesprochen wurde über den Zehentstadel, der derzeit vor sich hin bröckelt und als Veranstaltungshalle denkbar wäre. Auch von einer Tiefgarage und Gastronomie war in einem Interview mit unserer Redaktion im Herbst die Rede. Nicht alle Potenziale werden sich von heute auf morgen ausschöpfen lassen – das ist klar. Großer Knackpunkt wird die Finanzierung sein. Doch letztlich ist das Signal an die Babenhauser positiv: Das Schlossareal soll sich öffnen.

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