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02.03.2009

Halle mieten oder neu bauen: Lebenshilfe Senden fordert mehr Platz

Senden/Illertissen (ast) - Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert besucht am morgigen Mittwoch die Werkstätten der Lebenshilfe in Senden. Zusammen mit dem CSU-Bezirksrat Herbert Pressl (Vöhringen) will er sich von der räumlichen Situation überzeugen. Denn es geht darum, das Ausbauprojekt in den Haushalt des Bezirks-Sozialausschusses zu bekommen, um möglichst zeitnah anfangen zu können.

Gleichzeitig sollen Werkstattteile in der Umbauphase nach Illertissen zur Firma "Ruku" ausgelagert werden. In Illertissen plant derzeit auch das Dominikus-Ringeisenwerk Ursberg einen Neubau für 24 Menschen mit Behinderungen im Eschenweg. Das Projekt wird heute Abend im Kulturausschuss der Vöhlinstadt vorgestellt.

Zwischen Hoffen und Bangen befindet sich die Sendener Lebenshilfe schon seit Monaten. "Es gärt und gärt vor sich hin, aber nichts tut sich", sagt der stellvertretende Geschäftsführer Manfred Gombert. Das Zehn-Millionen-Euro-Projekt der Donau-Iller-Werkstätten ist ins Stocken geraten. Doch in ihren über 30 Jahre alten Betriebs- und Unterkunftstätten finden sie kaum noch Platz. Nach Prüfungen und Planungen wurden die Weichen für ein Umbau- und Modernisierungsprojekt in Höhe von 9,8 Millionen Euro auch bereits seitens der Regierung von Schwaben, der Landesbaudirektion und des Bezirks Schwaben bestätigt und alles schien in trockenen Tüchern zu sein. Doch dann kam die geplante Errichtung einer neuen Außenwohngruppe des Dominikus-Ringeisen-Werks Ursberg für Schwerstbehinderte in Illertissen dazwischen. Wenn aber in Illertissen bis 2010 ein Wohnheim entsteht, heißt das für die Sendener Werkstätten auch, dass sie 24 zusätzliche Plätze bereitstellen müssen. Der Erweiterungsbau wird also noch dringender.

Hohe Fahrtkosten

In den Verhandlungen mit der Firma "Ruku" in Illertissen geht es parallel darum, eine Halle anzumieten und als Zweigwerkstatt zu nutzen. Hier sollen zunächst 50, im Laufe der Zeit dann bis zu 80 Behinderte beschäftigt sein. Ab 2010 könnten dann die Menschen mit Behinderung aus dem südlichen Landkreis und den Illertisser Wohnstätten auch noch dort betreut werden. Das tägliche Fahren nach Senden könnte entfallen und damit enorme Fahrtkosten für fast 70 Personen. Rund 350 000 Euro fallen im Jahr an. Manfred Gombert setzt nun auf die Zusage des Bezirkstags-Abgeordneten Herbert Pressl, der seine Hilfe zugesagt hat. Sollte die Werkstatt bei "Ruku" realisiert werden, könnte ein Bereich mit 50 Plätzen (Elektro und Textil) von Senden nach Illertissen verlegt werden.

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