1. Startseite
  2. Lokales (Illertissen)
  3. Heimatverein ordnet seine Schätze

Illertissen

17.11.2017

Heimatverein ordnet seine Schätze

„Markt-Flecken Illertissen“ steht auf dieser historischen Ansicht, die darauf wartet, ausgestellt zu werden.
Bild: Regina Langhans (Repro)

In den Depots ist schon viel aufgearbeitet worden. Was die Mitglieder vorhaben und wie es um die Finanzen steht.

Beim Verein für Heimatpflege Illertissen und Umgebung hat sich im vergangenen Jahr einiges getan. Das war den Berichten der 43. Jahresversammlung zu entnehmen. Besonderes Augenmerk richteten die Heimatfreunde darauf, ihre unterschiedlich deponierten Schätze zu sichten und nötigenfalls für das neue Museum aufzuarbeiten. Wie berichtet, soll es im Frühjahr öffnen.

Außerdem wurde die neueste Ausgabe der Jahresschrift „Der Heimatfreund“ mit interessanten Beiträgen ausgelegt und über heimatkundliche Ausflüge in die Region berichtet. Jürgen Montag, der die Kreisbildstelle betreut, zeigte den historischen Film „Landkreis Illertissen“ von 1969.

Was die finanzielle Lage des Vereins anbelangt, teilte Kassenwartin Romy Jenuwein mit, dass bei der Bewirtschaftung des Barocksaals die Kosten nicht gedeckt seien. Der Verein zählt rund 300 Mitglieder, etwa 60 waren zur Jahresversammlung ins Schlossbräu gekommen. Vorsitzender Max Kanz sagte, die derzeit wichtigste Tätigkeit – also das Sichten und Inventarisieren der kunsthistorischen Schätze – komme dank des großen Einsatzes seines Stellvertreters Albert Vogt gut voran. So organisierte Vogt kostenlose Massivholzregale von 80 Metern Lauffläche für das Hauptdepot im Dachboden der Realschule Illertissen. Sie erleichtern das angemessene Lagern. Anerkennend sagte Kanz, Vogt investiere viel Zeit, um einen Überblick zu erhalten, auch für künftige Sonderausstellungen. Oder für nötiges Restaurieren, wobei er manches selbst ausführen kann, was Ausgaben spart.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Die Jahresschrift enthält Abhandlungen über Neues zur Heimatgeschichte: Von Anton Konrad und Gerhard Immler zu dem im Dachboden des Schlossbräuhauses entdeckten Wappen des Kurfürsten Karl Theodor von Pfalz-Bayern oder Hans Ranker zur vor 40 Jahren fertiggestellten Autobahn.

Historisch interessante Stätten in der Region erforschten die Heimatfreunde heuer mit Therese Brock, Beisitzerin im Verein.

Die Vereinsmitglieder besuchten den Zedernsaal in Kirchheim und die Wallfahrtskirche Kirchhaslach oder tauchten in die 500-jährige Historie des nicht mehr bestehenden Frauenklosters Klosterbeuren ein. Das Klosterbeurer Ziegelwerk soll auf dessen Bauzeit zurückgehen, indem dort die Ziegel gebrannt wurden.

Seitdem das Heimatmuseum wegen Renovierung fünf Jahre geschlossen ist, beschränken sich die Einnahmequellen des Vereins auf Führungen und aus der Vermietung von Barocksaal und darunterliegender Vöhlinstube. Kassenwartin Jenuwein sagte, der Verein bleibe vor allem wegen hoher Heizkosten trotz Zuschüssen aus der Kränzle-Stiftung auf einem Minus von 1840 Euro sitzen.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20CLB87.tif
Versammlung

Bürgermeister Graf zieht in Oberroth Bilanz

ad__web-mobil-starterpaket-099@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live,aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Zum Web & Mobil Starterpaket