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Herrenstetten

13.08.2017

Herrenstetten: Hangsicherung kann beginnen

Der Kirchenhang in Herrenstetten.
Bild: Franziska Wolfinger

Markträte stimmen der Vereinbarung mit der Kirche zu. Was das bedeutet.

Die Kirche St. Martin in Herrenstetten steht auf unsicherem Grund. Weil der Hang, auf dem das Gotteshaus gebaut wurde, dringen abgesichert werden muss, mühen sich Kirchenverwaltung und Gemeinde seit Jahren um eine Lösung. Diese scheint nun endgültig gefunden zu sein.

In ihrer Sitzung am Donnerstag stimmten die Marktgemeinderäte der zuletzt noch einmal überarbeiteten Vereinbarung mit der Kirchenstiftung von St. Martin zu. Vor allem die Finanzierung der Hangsanierung hatte im Gremium in jüngster Vergangenheit immer wieder für Diskussionen gesorgt. Die Räte waren sich uneinig darüber, wie hoch der gemeindliche Anteil an den Kosten ausfallen soll.

Nun steht ein Finanzierungsplan fest: Kirche und Gemeinde teilen sich die Kosten, die vom zuständigen Planungsbüro auf 1,125 Millionen Euro geschätzt wurden. Weil der Markt Altenstadt für die Finanzierung einen Zuschuss aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums – kurz Eler – erhält, die Kirche darauf aber keinen Anspruch hat, wurde das Projekt in zwei Baulose aufgeteilt.

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Die Grenze zwischen den beiden Losen bildet, wie berichtet, die Friedhofsmauer. Für die förderfähigen Maßnahmen unterhalb der Mauer kommt die Gemeinde auf. Dafür erhält sie einen Eler-Zuschuss in Höhe von rund 238000 Euro. Aus der Gemeindekasse werden rund 281000 Euro bezahlt. Insgesamt betragen die Kosten aus Los 1 also gut 519000 Euro. Für die restliche, nicht förderfähige Summe von knapp 606000 Euro kommt die Kirchenstiftung auf.

Auch für den Fall, dass die Sanierung des Kirchenhangs am Ende teuerer wird, als bislang vorgesehen, gibt es eine vertraglich vereinbarte Regelung. Der Markt übernimmt dann 50 Prozent der Mehrkosten. Insgesamt wird die Gemeinde aber nicht mehr als 350000 Euro zuschießen.

Umgesetzt werden muss das Projekt nun innerhalb des vorgegebenen Förderzeitraums von zwei Jahren. Nur dann bekommt der Markt den Eler-Zuschuss. Gesichert werden soll der Kirchenberg unter anderem mit Mauern und abgestuften Wiesenböschungen. Der Kircheneingang wird durch eine Rampe außerdem barrierefrei.

Gegen die Stimme von Marktrat Thomas Beitlich stimmten die Räte der Vereinbarung mit der Kirchenverwaltung letztlich zu.

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