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Herrenstetten

12.12.2019

Herrenstetter Schützen haben große Pläne

Der Schützenverein Herrenstetten will einen Jugendraum an das bestehende Schützenheim anbauen und auf elektronische Schießanlagen umstellen.
Bild: A. Schmid

Der Verein will einen Jugendraum an das Schützenheim anbauen und seine Schießanlage modernisieren. Die Gemeinde will ihn dabei unterstützen. Wo es ein Problem geben könnte.

Die Nachwuchsschützen in Herrenstetten sollen einen neuen Jugendraum bekommen. Der Verein plant einen 130 Quadratmeter großen Anbau an das bestehende Schützenheim. Das ist nicht das einzige Vorhaben der Gruppe: Die Schießhalle soll umgebaut werden. Man plant die Umstellung auf zwölf neue elektronische Schießanlagen.

All das kostet. Der Anbau für die Jugendlichen schlägt mit rund 140.000 Euro zu Buche, die neuen Schießstände sowie der Umbau mit etwa 42.000. Finanzieren wollen die Schützen diese beiden Projekte einerseits durch viel Eigenleistung. Rund 2000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden wollen die Vereinsmitglieder einbringen. Aus der Vereinskasse wollen sie etwa 10.000 Euro beisteuern.

Bevor es losgeht, sind noch manche rechtliche Fragestellungen zu klären. Wie in einer Sitzung des Altenstadter Marktrats zu erfahren war, hat die Gemeinde das Grundstück den Schützen im Zuge des Erbbaurechts zur Verfügung gestellt. Bürgermeister Wolfgang Höß meinte, dass man den Jugendraum in de Vertrag aufnehmen müsse. Bisher sei ausschließlich eine Nutzung für das Schützenheim eingetragen. Das Grundstück selbst sei groß aber genug für den Anbau. Der Bürgermeister berichtete weiter von einem nachbarlichen Einwand. Es wird wohl befürchtet, dass es laut werden könnte. Höß sagte dazu: „Es geht nun darum, das Projekt zum Laufen zu bringen und gleichzeitig die nachbarlichen Belange zu berücksichtigen.“ Dazu benötige man eine schalltechnische Untersuchung, die alle Baukörper auf dem Grundstück miteinschließe.

Herrenstetter Schützen haben große Pläne

Zuschuss ist an Bedingungen geknüpft

Die Gemeinde will das Vorhaben bezuschussen. Laut Höß sei ein Regel-Investitionszuschuss in Höhe von zehn Prozent, also 18.200 Euro, möglich. Der FWG-Fraktionsvorsitzende Robert Heller betonte, dass es sehr erfreulich ist, dass sich ein Verein so stark engagiert und die Jugend fördert und auch gleich eine komplette Finanzierung auf die Beine stellt. Um einen Konsens mit den Nachbarn herzustellen, schlug Heller einen Runden Tisch vor, bei dem man sich abstimmen und Einigkeit erzielen könne. Der zweite Bürgermeister Ernst Wüst erläuterte, dass man die Laufzeit des Erbbaurechtsvertrags über das Jahr 2036 hinaus verlängern sollte. Für die Beantragung von Fördermitteln sei dies unter Umständen ohnehin erforderlich.

CSU-Ratsmitglied Wolfgang Rommel berichtete, dass die Jugendarbeit für einen Verein von elementarer Wichtigkeit ist. Die Lärmproblematik gehöre aber aus der Welt geschafft. Als größeres Problem stufte Rommel eine größere Holzhütte auf dem Grundstück ein, für die es offenbar keine Baugenehmigung gibt. Das Ratsmitglied meinte, dass man im Zuge der Bauplanung des Jugendraumes auch diese Thematik lösen sollte. Die Rätegemeinschaft hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, dass der Schützenverein ein Lärmschutzkonzept vorlegen muss und dass ein Runder Tisch stattfinden soll. Die Kostenkalkulation wurde zur Kenntnis genommen und ein entsprechender Zuschuss in Höhe von zehn Prozent bei Abarbeitung aller offenen Punkte in Aussicht gestellt.

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