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Illertissen

04.12.2019

Hier schlagen die Herzen von Krippenfreunden höher

Große geschnitzte Holzfiguren von Sebastian Osterrieder zählen zu den besonderen Kostbarkeiten, die in Besitz des Heimatpflegevereins sind.
Bild: Regina Langhans

Bald eröffnet eine Krippenausstellung in Illertissen. Anton Bidell vom Heimatverein hat die Schau konzipiert. Sie bietet „internationales Flair“.

Passend zur bevorstehenden Weihnachtszeit herrscht bei den Krippenfreunden große Geschäftigkeit – so auch beim Heimatpflegeverein Illertissen, wo Anton Bidell mit Unterstützung von Josef Eschey und Josef Butz wieder eine Krippenausstellung aufbaut. Unter anderem sind dabei wertvolle Osterrieder-Exponate zu sehen.

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Die Schau im Sonderausstellungsraum im Vöhlinschloss in Illertissen, wird am Donnerstag, 5. Dezember, um 19 Uhr eröffnet. Sie ist dann bis 2. Februar von Donnerstag bis Sonntag sowie feiertags 13 bis 17 Uhr zu besichtigen. Der Teil im französischen Anbau ist nur an Feiertagen und an Wochenenden offen. Der Eintritt ist frei.

Krippen in Illertissen: Höhepunkte sind Werke von Sebastian Osterrieder

Ein „Glanzlicht der Ausstellung“ nennt Bidell ein Ensemble mit großen geschnitzten Krippenfiguren des in Illertissen geschätzten Sebastian Osterrieder (1864 bis 1932) – das Kunstwerk ist im Erker des Ausstellungsraumes untergebracht. Und das gilt unter Krippenfreunden als etwas ganz Besonderes: Dabei handelt es sich um ein Frühwerk des Bildhauers aus dem Jahr 1920, sagt Bidell. Die später entstandenen, kleineren Figuren habe der studierte Bildhauer aus Abensberg in dem von ihm entwickelten „französischen Guss“ hergestellt. Bidell freut sich: „Nachdem ich im Depot unseres Museums eine sogenannte Portica von 1880 als vornehmen Unterstand für die Heilige Familie entdeckte, war für mich die Heilige Familie perfekt.“

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Und Albert Vogt, Zweiter Vorsitzender des Heimatvereins, ergänzte die Darstellung mit zwei großen Engelsfiguren von 1882.

Bidell verpasste der Krippenausstellung „internationales Flair“: Etwa dadurch, dass er die Sammlung um eine neapolitanische Kleinkrippe aus Italien bereicherte, dem Ursprungsland der Krippen, wie der Krippenexperte sagt. Ausgestellt sind auch eine Krippe aus Spanien in edlem Porzellan und eine sogenannte Scopa-Krippe aus Polen. Zu sehen sind auch eine Krippe von Giuseppe Armani aus Marmorstaub sowie Papierkrippen, wie sie um 1910 Mode waren. Aus nächster Nähe stammt ein Ensemble des Krippenschnitzers Josef Wiegel (1845 bis 1918) aus Burgau – ebenfalls als Besonderheit, so Bidell.

Die bewegende Geschichte von Illertissen - die Mitglieder des Heimatvereins arbeiten sie auf:

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