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Kreis Neu-Ulm

20.06.2013

Hochwasser schwemmt Handgranate an

Englische Handgranate aus dem Zweiten Weltkrieg: Ein Fischer hat am Illerwehr bei Filzingen einen ähnlichen Sprengkörper entdeckt.
Bild: Allgäuer Zeitung

Ein Fischer hat einen Sprengkörper am Illerwehr in Altenstadt gefunden. Die Polizei hat den Fund fotografiert und sich Rat bei Fachleuten geholt.

Das jüngste Hochwasser in der Iller hat, wie jetzt bekannt wurde, im Bereich des Ortsteils Filzingen in Altenstadt im Landkreis Neu-Ulm eine Handgranate angeschwemmt. Laut Polizei hat ein Fischer den Sprengkörper am Sonntag, 9. Juni, gegen 17 Uhr in der Nähe des Wehrs entdeckt und Altenstadts Bürgermeister Wolfgang Höß gemeldet. Die von ihm verständigte Polizei vergewisserte sich, dass die Granate ungefährlich ist, fischte sie aus dem Wasser und hat sie inzwischen fachgerecht entsorgen lassen.

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Der Fischer entdeckte die Handgranate zwischen großen Felsbrocken im Uferbereich der Iller. Der wieder sinkende Wasserpegel hatte sie sichtbar gemacht. Die Polizei schickte eine Streife vorbei, die den Fund fotografierte und das Bild an die Fachleute vom Sprengkommando schickte.

Die Granate stammt aus dem Zweiten Weltkrieg

Retour kam laut Polizeisprecher Werner Bräuer Entwarnung. Die Granate ist britischer Herkunft und stammt aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, war wohl gezündet worden, aber nicht explodiert. Der Zündmechanismus war nicht mehr vollständig. Fazit: ungefährlich. Die Beamten fuhren nach der Mitteilung ein zweites Mal ans Illerwehr, holten den Metallkörper aus dem Wasser und nahmen ihn mit zur Polizeiinspektion. Dort wurde er später dem Kommando für Kampfmittelbeseitigung zur Vernichtung übergeben.

Hochwasser schwemmt Handgranate an

Bürgermeister Höß hat das Fundstück gesehen und beschreibt es als für sein Alter noch überraschend gut erhalten.

Panzerfaustgranate in der Mangfall angeschwemmt

Eine Panzerfaustgranate aus dem zweiten Weltkrieg wurde am Dienstagnachmittag auf einer Sandbank der Mangfall bei Holzkirchen (Landkreis Miesbach) angeschwemmt. Offenbar durch den sinkenden Wasserstand kamen die Reste der Granate an die Luft, so die Polizei. Der Sprengsatz selbst war ungefährlich, jedoch wurde das Nervengas Phosgen freigesetzt. Zwei Arbeiter, die die Granate entdeckten, erlitten zwar keine äußerlichen Verletzungen, wurden aber vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.

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