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Kellmünz

23.01.2019

Hohe Hürden auf dem Weg zum neuen Baugebiet

Hier soll das Baugebiet „Am Seefeld“ entstehen. Der Lärmschutz stellt ein große Hürde für das Projekt dar.
Bild: Armin Schmid

Ein Investor will „Am Seefeld“ Ferienhäuser bauen und Wohnraum schaffen. Doch es gibt Probleme

Das geplante Baugebiet „Am Seefeld“ in Kellmünz bleibt weiter umstritten. Nicht zuletzt über dessen Umsetzbarkeit und dessen Sinn wird diskutiert. Den aktuellen Planungsstand stellte Daniela Saloustros vom beauftragten Planungsbüro Kling Consult dem Kellmünzer Ratsgremium vor.

Ein Investor hat bereits Pläne ausgearbeitet

Die Planerin erläuterte, dass ein Investor bereits ausgearbeitet hat, wie das Gelände weiterentwickelt werden könnte. Im Bereich des ehemaligen Kieswerks am Kellmünzer Baggersee sieht er Wohnraum und Ferienhäuser vor. Im Prinzip handelt es sich bei diesem Gebiet um rund 22000 Quadratmeter, die sich in Privat- und Gemeindeeigentum befinden. Saloustros berichtet auch, was Gespräche mit den Fachbehörden im Landratsamt ergeben haben. Laut denen ist der südliche Bereich bebaubar, während der nördliche Bereich sich dafür eher nicht eignet.

Eine neue, große Hürde wird vermutlich der Immissionsschutz werden. Der Flächenumgriff, der an den Badesee angrenzet, liegt unmittelbar im Bereich zwischen der Bahnlinie und der Autobahn A7. Der Straßen- und Bahnlärm müsse innerhalb der gesetzlichen Immissionsgrenzen liegen. Eine zusätzliche Lärmbelastung gehe von den naheliegenden Gewerbebereichen aus. Auch hier sei über Schutzmaßnahmen nachzudenken.

Das Landratsamt ist nicht mit allem einverstanden

Weitere Bodenuntersuchungen seien jedoch nicht erforderlich. Hochwassergerechtes Bauen ist auf dem Gelände möglich, allerdings können die Gebäude dort nicht unterkellert werden. Zudem müssten Heizöltanks oder die Elektroinstallation hochwassersicher gebaut werden. Eventuell könne man das ganze Baugebiet durch Aufschüttungen höher legen. Eine Ferienhaussiedlung im nördlichen Teil hätten die Behörden ablehnend beurteilt. Saloustros meinte, dass man den Planungsweg weitergehen könnte. Bürgermeister Michael Obst hält es für sinnvoll, erst den Schallschutz zu prüfen und das Ergebnis abzuwarten. „Dann kann man mehr sagen“. Marktrat Christian Anders fragte, ob der Investor noch im Boot wäre, wenn seine Pläne so nicht umsetzbar sind, insbesondere wenn keine Ferienhaussiedlung gebaut werden kann. Schließlich wollte sich dieser Investor auch an den Kosten für den Bebauungsplan beteiligen. Anders regte angesichts der Konfliktsituation „Wohnen und Lärm“ an, ein kleines Mischgebiet zu integrieren. Dies ist laut Obst aber nicht möglich, weil dann das vereinfachte Bauleitplanungsverfahren nicht mehr gemacht werden kann.

Marktrat Anders sieht bei der Sache noch ein weiteres Problem: Die Bahnlinie liege in diesem Bereich sehr hoch. „Wir können ja keine sechs Meter hohe Schallschutzwand bauen.“ Planerin Saloustros glaubt, dass der Lärmschutz zur Autobahn aber noch schwerer einzuhalten sein wird.

Marktrat Gerhard Steur betonte, dass die Hürden für eine Bebauung des sensiblen Bereichs groß und vielfältig seien. Eine Chance für private Bauherren sieht er daher nicht. Wenn dort überhaupt etwas entstehen soll, müsse das ein Investor oder eine Wohnungsbaugesellschaft leisten.

Auch die geplante Halle ist ein heiß diskutiertes Thema im Marktrat: Was sich die Kellmünzer Vereine für die neue Halle wünschen .

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