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Illertissen

26.02.2018

Hoher Besuch für die Pfarrei

Die erste Station war im Kindergarten. Von links: Schwester Theresia, Prälat Bertram Meier, Ingrid Hartmann, Pfarrer Andreas Specker und Johanna Roth.
Bild: Jonathan Mayer

Prälat Bertram Meier besuchte am Wochenende Illertissen. Worauf er bei seiner Visitation besonders achtete.

Um Kontrolle gehe es ihm nicht bei seinem Besuch, betonte Prälat Domdekan Bertram Meier. Er wolle während seiner Visitation vielmehr eine Bestandsaufnahme des kirchlichen Lebens in Illertissen machen. „Es ist mehr ein Besuch unter Freunden als eine Kontrolle“, sagte Meier, der am vergangenen Wochenende die Pfarreiengemeinschaft Illertissen besuchte. Dabei sah er sich einmal genauer um.

Auf dem Programm standen für den Bischofsvikar vor allem Gottesdienste und Treffen mit Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern. Auch die drei katholischen Kindergärten in Illertissen besuchte er. Begonnen hatte die Visitation standesgemäß mit einer Andacht in der Kirche St. Antonius in Tiefenbach, wo Pfarrer Andreas Specker den Prälaten zusammen mit den Kindergartenkindern aus Tiefenbach begrüßte. Für ihren Gesang und ihre Gebete ernteten vor allem die Kleinen großes Lob.

Bei der Visitation ging es aber um mehr als nur gemeinsame Gebete: Er wolle sich vor allem ansehen, wie die Arbeit in der Pfarrei läuft, sagte Meier. Dabei achte er beispielsweise auf die Liturgie, Diakonie und die Arbeit im sozialen Bereich, wie eben im Kindergarten in Tiefenbach. Wichtig sei, dass er mit den Gemeindemitgliedern ins Gespräch komme und sich mit ihnen austauschen könne.

Eigentlich sollten die Pfarreien im Bistum Augsburg turnusmäßig alle fünf Jahre visitiert werden. Die letzte Visitation in Illertissen sei aber schon mindestens 15 Jahre her, schätzten Specker und Meier. „Das liegt am Personalmangel in der Verwaltung, wir haben schlicht zu wenige Leute zur Verfügung“, erklärte der Prälat. Allein in diesem Jahr stünden 16 Visitationen im ganzen Bistum Augsburg an.

Der erste Eindruck von Illertissen sei auf jeden Fall ein guter gewesen: „Die Pfarrei hier ist bunt und vielfältig.“ Das rege Leben in der Pfarrei sei wichtig. Besonderes Lob gab es für die Telefonseelsorge des Pfarrbüros. Dort erreichen Menschen mit dringenden Problemen rund um die Uhr einen Geistlichen, beispielsweise für eine Krankensalbung. Vor allem angesichts der wachsenden Zahl von Kirchenaustritten sei so ein Angebot wichtig: „Oft ist es so, dass wir Menschen verlieren, die schwere Zeiten durchmachen, weil niemand für sie da ist“, sagte Meier. Ein solches Notfalltelefon gäbe es nur selten in den Pfarreien im Bistum. „Da geht Illertissen mit gutem Beispiel voran.“

Die Ergebnisse der Visitation wird es in einem Abschlussbericht zu lesen geben. Der soll dann auch öffentlich ausgestellt werden, damit sich jeder über den Zustand der Pfarrei genau informieren kann.

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