1. Startseite
  2. Lokales (Illertissen)
  3. „Hütchenspiel“ mit Tunnelblick

Gesundheitswoche

14.02.2014

„Hütchenspiel“ mit Tunnelblick

Fahrlehrer Hanspeter Albrecht, Vorsitzender der Kreisverkehrswacht, stellt zwei Fahrschulautos zur Verfügung, in denen er eine Gruppe von Schülern der Berufsschule erleben lässt, wie man mit einer „Rauschbrille“ Auto fährt.
Bild: Schmid

Wie Berufsschüler dank der „Rauschbrille“ den Überblick verlieren

Illertissen Eine „Rauschbrille“ hat ihre Tücken: Man bekommt einen total getrübten „Tunnelblick“, und wer einmal damit Auto gefahren ist, weiß, wie man sich fühlt, wenn man alkoholisiert am Steuer sitzt: Fahrlehrer Hanspeter Albrecht und sein Kollege lassen eine Gruppe von Berufsschülern eine Runde nach der anderen auf einem leeren Firmenparkplatz an der Siemensstraße drehen.

Den ersten Versuch ohne die Brille absolvieren die jungen Erwachsenen problemlos; lässig kurven sie durch die von Albrecht aufgebauten Kegelgassen. Aber mit dem Demonstrationsgerät im Gesicht geht das deutlich schwieriger: Die Kegel werden reihenweise angefahren und mancher ist froh, dass neben ihm einer sitzt, der wie in Fahrschulzeiten notfalls in die Pedale steigen kann, bevor womöglich der große Lichtmast mitten auf dem Platz gerammt wird. Das Fahrersicherheitstraining mit „Rauschbrille“ ist eines der Projekte im Rahmen der „Gesundheitswoche“, die von der Berufsschule Illertissen alljährlich veranstaltet wird. In dreijährigem Rhythmus wechseln die Themen, und so stehen heuer wieder „Drogen und AIDS“ auf dem Plan.

Während die Zwölftklässler ihre schwierige „Fahrstunde“ absolvieren, steht eine ganze Reihe von Fachleuten vor verschiedenen Klassen. Über „Drogen im Straßenverkehr“ referiert und diskutiert ein darauf spezialisierter Beamter der Illertisser Polizei; die Drogenberatung „Drob Inn“ ist ebenso vertreten wie die Jugendgerichtshilfe sowie die kommunale Jugendarbeit vom Landratsamt.

Mehrere Mitarbeiter der „AIDS-Hilfe Ulm / Neu-Ulm / Alb Donau“ bieten einen „Mitmach-Parcours“ über verschiedene Stationen, an denen sich die Schülerinnen und Schüler über alles informieren können, was mit HIV zu tun hat. Dort wird an einer „Übertragungswege-Wand“ erkennbar, in welchen Situationen ein Risiko besteht, sich zu infizieren; eine „Black Box“ informiert über Kondome, das „Glücksrad“ stellt Fragen zu den Themen Sexualität, Verhütung und Schutz, und mit Pantomimen wird das Gespräch über die genannten Themen angeregt. So stellt die „Gesundheitswoche“ sowohl eine willkommene Abwechslung im Schulalltag als auch eine wichtige Informationsquelle dar, die den alten Spruch in die Realität umsetzt, dass man „nicht für die Schule, sondern für das Leben“ lernt.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren