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Oberroth

06.07.2018

Hundetoiletten sind Thema im Oberrother Gemeinderat

Hundekotstationen waren Thema im Oberrother Gemeinderat.
Bild: Benjamin Reif (Symbolbild)

Hundehalter sollen sich an der Entsorgung beteiligen.

Auch in Oberroth werden demnächst Hundekotstationen stehen. Auf Antrag einer Bürgerin hat sich der Gemeinderat in intensiver Aussprache damit befasst. Einstimmig beschloss das Gremium, sechs Hundetoiletten inklusive Beutelbehälter und Kotbeutel aufzustellen. Dies erfolge vorläufig probeweise und unter der Bedingung, dass die Antragstellerin und andere freiwillige Helfer die Leerung übernehmen.

In ihrem Antrag – unterzeichnet von 21 Oberrothern – bezieht sich Svenja Bauer auf das bereits im April angesprochene Problem der herumliegenden Hundehäufchen. Außerdem hätten sich Anwohner bereits auf einem Plakat negativ über die unliebsamen Hinterlassenschaften geäußert. Die Antragstellerin schreibt: „Von uns Hundebesitzern wird verlangt, den Kot einzusammeln. Allerdings sind an den Gassi-Runden keinerlei Entsorgungsmöglichkeiten vorhanden und das Mitführen des Beutels über einen langen Zeitraum ist nicht zumutbar.“ Das Aufstellen von Hundekotboxen wäre ein einfacher Weg, diese Unannehmlichkeiten zu beseitigen. Falls das Leeren der Boxen für die Gemeinde ein Problem darstellen sollte, erklärte sich Bauer bereit, sowohl diese Aufgabe als auch das Auffüllen mit neuen Beuteln in Zusammenarbeit mit der Gemeinde zu übernehmen.

Grundsätzlich votierten alle Räte für das Aufstellen der Hundekotstationen. „Wir werden nicht darum herumkommen“, lautete die einhellige Meinung. Allerdings sollten sich auch die Besitzer der Vierbeiner an dieser „guten Sache“ beteiligen und von den Stationen Gebrauch machen. Das Bezahlen von Hundesteuer berechtige nicht dazu, der Gemeinde die Entsorgung der teils infektiösen Exkremente zu überlassen. Auch über die Einführung eines Bußgeldes bei Zuwiderhandlungen müsse man nachdenken.

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Bürgermeister Willibold Graf wurde vom Gremium mit der Beschaffung von sechs Hundekotstationen zum Preis von je rund 270 Euro samt Kotbeuteln beauftragt. Dies soll möglichst in einer Sammelbestellung mit der Nachbargemeinde Unterroth erfolgen.

Die Standorte der Hundetoiletten will die Gemeinde in Absprache mit der Antragstellerin beziehungsweise den Hundehaltern festlegen. Sollte es wiederholt dazu kommen, dass die Stationen nicht oder nicht richtig genutzt werden, behält sich die Gemeinde vor, die Bereitstellung von Kotbeuteln einzustellen.

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